Preview image

Am 26. August startet „Die Legende des Grünen Ritters“, die neue Regiearbeit von David Lowery, die niemanden gleichgültig lassen wird.

In jeder Epoche ist die Frage der Selbstbestimmung sehr wichtig. Sowohl heute als auch im Mittelalter (selbst im mythischen). Aber wenn du der Neffe von König Artus bist, hast du nicht viele Möglichkeiten – alle erwarten von dir eine Heldentat, die eines Ritters würdig ist. Dem ist der Fantasy-Film „Die Legende des Grünen Ritters“ (The Green Knight) gewidmet.

Der Protagonist, Gawain (Dev Patel), macht sich auf den Weg, um den Grünen Ritter zu treffen. Ein Treffen, das ihm den Tod verheißt. Unterwegs begegnet er verschiedenen Kreaturen, großen und kleinen. Es ist nicht immer klar, was die eine oder andere Begegnung bedeutet, aber sie alle fügen sich zu einer großen Reise zusammen. Entferne ein Detail daraus – und das gesamte Bild wäre gestört.

Post image

„Die Legende des Grünen Ritters“ handelt mehr von Metaphysik als von offensichtlichen Dingen. An der Handlung von David Lowery gibt es sehr viele Fragen, auf die der Autor keine Antworten gibt. Stattdessen ist der Film mit Bedeutungen und Alliterationen gefüllt. Manchmal übermäßig. Manchen mag das gefallen, anderen nicht.

Aber worüber sicherlich niemand streiten wird – der Film ist unglaublich schön. Mittelalterliche Fantasy auf der Leinwand überrascht heute niemanden mehr, man denke nur an „Game of Thrones“ oder „The Witcher“. Doch wie visuell reichhaltig diese Welt hier ist – das lässt sich nicht in Worte fassen. Ästhetik, Farbkorrektur, das Spiel mit Licht und Schatten. Jede einzelne Einstellung schreit geradezu nach einem Bildschirmhintergrund.

Post image

„Die Legende des Grünen Ritters“ kann man auch einfach als eine schöne, meditative Parabel wahrnehmen. Oder man kann tief graben und nach Bedeutungen suchen, sie auf seine eigene Weise interpretieren. Aber gleichgültig wird der Film wohl nur wenige zurücklassen.

„Die Legende des Grünen Ritters“ läuft ab dem 26. August in den Kinos.

Trailer:

P. S.: Wenn du „American Gods“ gelesen hast, wirst du leicht verstehen, wie alles endet.