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Eine der interessantesten Neuerscheinungen im Juli im Kino ist der Film „The Dry“ mit Eric Bana in der Hauptrolle. Unter der Maske eines bescheidenen Detektivfilms des in breiten Kreisen wenig bekannten Regisseurs Robert Connolly verbirgt sich ein ge...

Am 15. Juli startete in Russland der Krimi „The Dry“ von Robert Connolly. Dieser Film besticht vor allem durch seine starke Geschichte, denn ihm liegt der Bestseller „The Dry“ von Jane Harper zugrunde. Allerdings gibt es auch einige Klischees und Lücken in der Handlung. Aber der Reihe nach.

Ein Held, zwei Handlungsstränge

Der Bundespolizist Aaron Falk (Eric Bana) kehrt nach 20 Jahren in seine Heimatstadt zurück. Anlass ist der Tod seines einst besten Freundes Luke, der laut örtlicher Polizei seine Frau und seinen Sohn getötet und dann Selbstmord begangen haben soll. Lukes Eltern glauben nicht, dass er so etwas tun könnte, und bitten Aaron, die Wahrheit herauszufinden.

The Dry Dürre

Auf den ersten Blick ist „The Dry“ ein typischer Krimi über einen erfahrenen Bullen, der in seine Heimatstadt zurückkehrt, um einen brutalen Mord aufzuklären. Im Grunde ist es das auch. Aber im Laufe der Geschichte wird sie etwas tiefer, und die persönlichen Motive von Eric Banas Figur spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

The Dry Übersicht

Parallel zur Haupthandlung wird dem Zuschauer die Geschichte der Ereignisse aus Aarons Jugend erzählt. Dies erklärt das Verhalten der Einheimischen und ihre Reaktion auf den Neuankömmling, der hier nicht anders als Mörder genannt wird.

Die Autoren unter der Leitung von Robert Connolly manövrieren geschickt zwischen den beiden Handlungssträngen, widmen sowohl der Vergangenheit als auch der Gegenwart Aufmerksamkeit und dosieren die Informationen so, dass die Zuschauer allmählich zu verstehen beginnen, was hier eigentlich vor sich geht. Und das geschieht bis zum Finale, das für viele schockierend sein mag (zumindest in einem der Handlungsstränge).

Trotz der beschriebenen Vorzüge gibt es dennoch genug Probleme in der Handlung. Der Handlungsstrang mit der Vergangenheit erwies sich als spannender, aber ereignisärmer. Und die Geschichte in der Gegenwart ist reich an Verdächtigen, aber die Motivation der meisten von ihnen ist fragwürdig (und folglich auch die kriminalistische Komponente). Wenn man also ein Auge auf einen der Teile zudrückt, wird deutlich, dass sie einzeln nicht überzeugend wirken. Die Spannung wird ausschließlich durch die Kombination der beiden Handlungskomponenten aufrechterhalten.

Eine australische Kriminalgeschichte

„The Dry“ zu sehen, ist trotz des stellenweise fesselnden Drehbuchs nicht so einfach. Der Grund dafür ist, dass die Filmemacher auf eine schleppende Entwicklung der Ereignisse setzten, die mit einer allgemeinen australischen Gemächlichkeit gewürzt ist. In manchen Momenten hat man das Gefühl, dass im Bild überhaupt nichts passiert. Und das sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.

The Dry ansehen

Dieser Ansatz trägt hervorragend dazu bei, eine bedrückende Atmosphäre allgemeiner Hoffnungslosigkeit und Gleichgültigkeit zu schaffen (dazu trägt auch die sandige Farbpalette des Bildes bei), kann aber einen Teil des Publikums abschrecken, dem Dynamik in der Erzählung wichtig ist.

Sollte man den Film „The Dry“ sehen?

Der Film hatte alle Chancen, ein sehr gutes Genre-Werk zu werden. Man hätte nur die verrosteten Klischees in der Handlung beseitigen, Eric Banas Figur ein bisschen interessanter und widersprüchlicher machen müssen (das Schauspiel des Darstellers ist nicht zu beanstanden), mehr Dynamik einbringen und die Motivationen der Figuren klarer herausarbeiten müssen. Aber auch in seiner jetzigen Form ist „The Dry“ kein schlechter Weg, einen Abend vor dem Bildschirm zu verbringen, besonders wenn Sie zufällig ein Fan von allem Australischen sind.

Trailer: