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Erinnern Sie sich, wie die ganze Welt Sailor Moon vergötterte, Manga kaufte und Zeichentrickserien schaute? Netflix hat sich vorgenommen, diese Tradition mit seinen Ressourcen wiederzubeleben. Und natürlich, um ein neues Publikum zu erreichen.

Anfang Juni präsentierte Netflix den Spielfilm „Sailor Moon Eternal“. Wir erklären, warum es sich lohnt, ihn auch dann anzusehen, wenn man mit dem Universum nicht vertraut ist. Und warum die neuen Filme von Fans gelobt werden.

Beginnen wir mit der Geschichte. Gerade dieser Anime wird dafür hervorgehoben, dass er den Ideen seiner Zeit weit voraus war. Während die ganze Welt auf Disney-Prinzessinnen abfuhr, tauchten in Japan und später auch in anderen Ländern Figuren auf, die die Möglichkeit der Wahl zeigten, das zu sein, was man sein möchte. Sie waren starke Kriegerinnen, selbstbestimmte Mädchen und träumten nicht von schönen Prinzen. Sie suchten ihre wahre Bestimmung. Nicht umsonst wurde der Zeichentrickfilm von 1992 zu einem der bekanntesten Animes weltweit.

Sailor Moon Eternal

Sailor Moon Eternal ist die Verfilmung des vierten Mangabogens mit dem Titel „Dead Moon“, die als zwei abendfüllende Filme erschien und die Fortsetzung der Anime-Serie „Sailor Moon Crystal“ darstellt. Regie bei der neuen Verfilmung führte Chiaki Kon, und das Charakterdesign stammt von Kazuko Tadano, der Designerin der Originalserie. In der Handlung schließen sich Usagi und ihre Freunde erneut zusammen, um die Welt vor den Mächten der Finsternis zu retten. Der Film steht derzeit in über 30 Ländern in den Top 10.

Wir haben den großen Fan des Mangas und des Original-Zeichentrickfilms @drtomas gefragt, wie das Projekt, das der breiten Öffentlichkeit auf Netflix präsentiert wurde, ausgefallen ist:

Sailor Moon

Über Sailor Moon könnte ich stundenlang reden. Ich liebe sie seit meiner Kindheit. Sailor Moon Eternal war mehrere Jahre in Produktion, und endlich, dank Netflix, konnte ich alles mit eigenen Augen sehen. Und wisst ihr was? Es hat mir gefallen! Nach dem misslungenen Neustart Sailor Moon Crystal ist die Zeichnung angenehmer geworden, und einige Bilder möchte man sich wie Gemälde an die Wand hängen.

Sailor Moon war schon immer voll von etwas albernen Dialogen und Standardphrasen, und Eternal ist dem nicht entkommen, aber ich bin es ja gewohnt. Für mich ist das in Ordnung. Dafür ist der Humor hier cool. Ich habe oft gelacht und gelächelt. Und ich wurde sogar ein paar Mal überrascht. Ich habe direkt ein paar Mal geschrien: „Echt jetzt?!“.

Was mir am besten gefallen hat, ist, dass es endlich so etwas wie Logik gibt. Die Charaktere sind zwar manchmal begriffsstutzig (besonders in der Szene mit Venus und Artemis), aber meistens handeln sie wie Menschen und vermitteln nicht das Gefühl, dass sie aus Pappe sind. Und diese kleine Sünde gibt es in der Welt der Sailor-Saga.

Die Handlung und überhaupt die ganze Action rast in rasendem Tempo dahin, und manchmal hat man nicht genug Zeit, um in die Situation einzutauchen. Das liegt sicherlich daran, dass es im Manga genauso ablief. Wie ein Wirbelsturm.

Was mir jedoch nicht gefallen hat, war die musikalische Untermalung. Kein einziges Lied, keine einzige Melodie ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich verlange ja keine Meisterwerke von Takanori Arisawa (dem Gott, der die wunderschönen Melodien aus Sailor Moon der 90er Jahre erschaffen hat), aber man hätte doch wenigstens etwas Anständiges komponieren können.

Am Ende kann ich sagen, dass ich diese drei Stunden mit Genuss verbracht habe und sehr hoffe, dass sie tatsächlich einen neuen Film zum fünften Bogen machen. Ich träume davon, Sailor Stars zu sehen.

4 von 5 Monden.
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