
Sex, Kokain und Ewan McGregor als Halston – kurz über die neue (wieder eine) Miniserie von Ryan Murphy auf Netflix.
Die Biopic über den Modedesigner Roy Halston, einem der Begründer des einzigartigen Stils der amerikanischen Mode, ist auf Netflix erschienen. Produzent Ryan Murphy und die Besetzung unter der Führung von Ewan McGregor hätten hohe Einschaltquoten garantieren sollen, aber dem war nicht so. Murphy macht seit langem eintönige und langweilige Serien, im Grunde mit einer einzigen Idee – Unterdrückte und von der Welt nicht Akzeptierte zu zeigen. Sein Stil ist erkennbar – er kann definitiv inszenieren, das Bild erfreut das Auge. Aber mit den Charakteren und der Handlung muss dringend etwas getan werden. Wir analysieren, warum die Serie „Halston“ kaum in Erinnerung bleiben wird.
Zunächst analysieren wir das Hauptproblem des Projekts. Die Serie positionierte sich als Geschichte über einen interessanten Modedesigner mit realen Geschichten aus dem Leben. Am Ende war es zu sehr erfunden. Wir werden in die Atmosphäre der späten 60er Jahre versetzt, als amerikanische Mädchen zum ersten Mal mit Haute Couture in Kontakt kamen. Halston konnte viele Kleidungsstücke neu interpretieren und tat dies aus eigenem Interesse und der Möglichkeit, Mädchen und Männer zu befreien. Aber die Serie wird Ihnen das nicht zeigen.
Die Serie zeigt einen ständig betrunkenen, bekifften Helden McGregors, der zum Anführer aller unkonventionellen oder von der Gesellschaft nicht akzeptierten Menschen wird. Er ist absolut von seinem Talent überzeugt, aber Bürokratie und viel Geld in der Modewelt bremsen ihn. Letztendlich hindert seine ganze Extravaganz die Sponsoren nur daran, sein Geschäft über Wasser zu halten.
Erfreulich ist, dass uns viele Outfits und Wutausbrüche des Protagonisten gezeigt werden. Emotionen sind hier der Hauptmotor der Handlung, und ohne die schauspielerische Leistung von Ewan McGregor hätten sie es wohl nicht geschafft. Die Geschichte wurde auf 5 Episoden gestreckt, obwohl ein einziger Film ausgereicht hätte. In dieser Zeit lernen wir mehrere bedeutende Persönlichkeiten aus der Biografie des Designers kennen, zum Beispiel Liza Minnelli oder den späteren Schmuckdesigner von Tiffany.
Alle Höhen und Tiefen des Designers hängen mit Geld zusammen. Und die ganze geschäftliche Seite der Angelegenheit wirkt sogar interessant. Denn wir sehen, wie der Held beschließt, sein eigenes Geschäft und Atelier zu eröffnen, und welche Opfer er dafür bringen muss. Später entwickelt sich Haltons Unternehmen zu etwas Größerem, und genau das ist ein gutes Beispiel dafür, wie kreative Anstrengungen helfen, seine Ziele zu erreichen.
Den Designer kümmern weder Investoren noch Rentabilität, ihn beschäftigt nur Kreativität und Schönheit. Gewinn- oder Verlustberichte sind für ihn nicht so wichtig wie eine Drapierung aus luxuriösem Stoff.
Es gab auch ein Kindheitstrauma, das Thema der ständigen Einsamkeit des Genies.
Die Serie überfliegt in fünf Episoden oberflächlich das Leben eines Menschen, der die Modewelt wirklich revolutioniert hat. Aber das sehen wir nicht und verstehen es nicht, wenn wir nicht auf „Wikipedia“ zurückgreifen. Obwohl für einige Zuschauer das bunte Bild, der Glanz und der exzentrische schwule McGregor ausreichen mögen.
Farbenfroh, sinnlich und sehr traurig. Wie man so schön sagt: Zu viel Ewan gibt es nicht. Daher empfehle ich allen Fans diese Serie zum Anschauen. Aber wenn Sie Ihre Zeit nicht mit etwas nicht sehr Fesselndem verschwenden wollen, gehen Sie ruhig vorbei.
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