
Die zweite Staffel der Serie „Staged“ war nicht unbedingt nötig, aber sie wurde genauso fesselnd wie die erste.
Wohl das beste Produkt der Zeit der allgemeinen Isolation und Quarantäne weltweit und eines der Projekte wurde die Serie „Staged“ auf BBC. Darin wurde ironisch die plötzlich entstandene Liebe der Menschen zu Zoom, die Qualen kreativer Menschen in den eigenen vier Wänden und die allgemeine Situation in der Gesellschaft unter Pandemiebedingungen thematisiert.
Kann man es sich verkneifen, 5 großartige europäische Serien anzuschauen? Hauptsache, man trifft die richtige Wahl. Darauf könnt ihr euch bei uns verlassen.
Open materialMan könnte meinen, es sei ein einmaliger Scherz, der nur dann aktuell ist, wenn alle zu Hause sitzen und die Helden der Show bestens verstehen. Aber erstens ist die Pandemie immer noch nicht verschwunden, so sehr wir das auch wünschen, und zweitens ist es den Autoren von „Staged“ gelungen, eine äußerst amüsante Fortsetzung der Geschichte von Michael und David zu erfinden.
Warum ein amerikanisches Remake von „Staged“?
Die neue Staffel der Serie beginnt an dem Punkt, an dem „Staged“ zu einem echten Hit des britischen Fernsehens geworden ist. Die Popularität des Projekts erreichte ein solches Ausmaß, dass man in Amerika ein Remake drehen und alle Schauspieler des Originals einladen wollte... mit Ausnahme von Michael Sheen und David Tennant. Dies wird damit begründet, dass die Schauspieler in den USA nicht bekannt genug seien.
Die ursprüngliche Handlung führt dazu, dass die Freunde mal versuchen, das Projekt zu sabotieren, mal mit potenziellen Schauspielern für ihre Rollen sprechen (es gibt dort übrigens eine Reihe sehr unerwarteter Cameo-Auftritte), mal versuchen, ihre Rollen zurückzubekommen. All dies wird von komischen Situationen, geistreichen Dialogen und urkomischen Performances von Sheen und Tennant begleitet, für die das komödiantische Fach eigentlich nicht die Hauptrolle spielt. Ja, all das haben wir bereits in der ersten Staffel gesehen, aber hier erreicht der Grad der Absurdität manchmal den höchsten Punkt.
Gibt es Änderungen in der Art der Präsentation der Geschichte?
„Staged“ setzt in der zweiten Staffel größtenteils die Kommunikationslinie über Zoom fort, aber diesmal wurden zur Abwechslung statische Aufnahmen hinzugefügt: mal in der Wohnung von David Tennant, mal in der Behausung von Michael Sheen.
Das betrifft die visuelle Ebene. Aber auch in der Handlung gibt es Veränderungen: Nebenfiguren haben wichtigere Rollen bekommen. Besonders betrifft das die Ehefrauen von David und Michael, die immer häufiger miteinander kommunizieren. Und die Anzahl der Nebencharaktere ist deutlich gestiegen, sodass man das Projekt nicht mehr als Benefizvorstellung zweier britischer Talente bezeichnen kann.
Lohnt es sich, die 2. Staffel der Serie „Staged“ anzuschauen?
Die BBC-Show ist nach wie vor ein sehr spezifisches Projekt. Wir geben zu, dass nicht jeder bereit ist, dabei zuzusehen, wie zwei Männer mittleren Alters über irgendetwas streiten und in Zoom herumalbern. Und das ist in Ordnung.
Gleichzeitig besteht bei einem Vorbeigehen an „Staged“ ein hohes Risiko, eine aktuelle und zeitgemäße Serie mit einem sehr geistreichen Drehbuch, Improvisation und Offenbarungen talentierter Künstler sowie einer Reihe unerwarteter, aber sehr angenehmer Auftritte von Schauspielern zu verpassen.
Trailer:
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