

VON FEHLERHAFTEN ENTSCHEIDUNGEN ZU NEUEN ERKENNTNISSEN: ERFAHRUNGEN AUS DEM MENTORING VON STARTUPS IN EINEM CORPORATE ACCELERATOR (3,5 Minuten)
Wir alle machen Fehler und ziehen falsche Schlüsse – ich bin keine Ausnahme. Ich möchte von einem solchen Fall erzählen. Als ich in meinem vorherigen Unternehmen arbeitete💨, erhielten wir ein Angebot, am INDUSTRIX-Accelerator teilzunehmen. Nach einer Analyse aller Vor- und Nachteile empfahl ich meinen Kollegen und der Geschäftsführung, nicht teilzunehmen: Damals schien es mir nicht sinnvoll, die Probleme eines anderen Unternehmens zu lösen. Aber später wurde mir klar, dass ich voreilige Schlüsse gezogen hatte – und diese Ablehnung wurde zum Ausgangspunkt für weitreichende Erkenntnisse.
Drei Monate später, bereits an einem neuen Ort, war ich selbst in der Rolle eines Mentors für technologieorientierte Startup-Projekte und absolvierte eine Schulung des INDUSTRIX-Accelerators und der Sonderwirtschaftszone „Innopolis“.
Dies führte zu einem völlig anderen Verständnis des Wertes des Accelerator-Ansatzes: Startups kommen nicht nur zur Präsentation, sondern auch für:
▫️einen echten Pilotversuch
▫️einen Test des MVP in der realen Produktion/am Markt
▫️die Suche nach Investoren
▫️ein schnelles Upgrade des Produkts
▫️Perspektiven für M&A.
Meine Mentoring-Erfahrung umfasst zwei Technologie-Fälle:
🏭Downstream: Forschungsroboter für die interne Diagnose von Rohrleitungen mit komplexen Strukturen und Verläufen
🗼Upstream: Softwarelösung zur Echtzeit-Vorhersage der Bohrlochtrajektorie und der Position des Bohrstrangs
Wichtigste Erkenntnis – technologische Herausforderungen sind oft branchenweit universell. Ein Startup kann die „Pain Points“ nicht nur eines, sondern gleich mehrerer Unternehmen adressieren. Dabei hilft ein guter Accelerator – sowohl bei der Skalierung von Lösungen als auch bei der Erweiterung ihres Einflussbereichs über Unternehmensgrenzen hinaus.
Was bringt mir das Mentoring persönlich?
Für mich ist es die Möglichkeit, Werkzeuge und Techniken aus Büchern, Artikeln und Unternehmenskursen auf reale industrielle Fälle anzuwenden.
Im klassischen Sinne ist ein MVP ein Test der Marktfähigkeit eines Produkts. In meiner Praxis erweitere ich dieses Prinzip: Ich teste MVP-Werkzeuge, Arbeitsframeworks und Produktansätze „im Feld“, bevor ich sie in meinen eigenen Projekten einsetze.
— Dieser Ansatz ermöglicht nicht nur die schnelle Identifizierung von Schwachstellen in Prozessen und den Erfahrungsaustausch, sondern auch die Überprüfung eigener Kompetenzen und die Schaffung einer wertvollen Sammlung effektiver Praktiken für die eigene Produkt-Toolbox.
Etwas später werde ich detaillierter auf jeden Fall eingehen, auf die Nuancen des Produkts und die Zusammenarbeit mit dem Team, auf die Entscheidungen, die getroffen werden mussten, und darauf, wie eine externe Perspektive unerwartete Möglichkeiten eröffnet.
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