
„Project Power“ hätte ein neuer Hit von Netflix werden können, wenn es ein guter Film gewesen wäre.
Die Sommer-Blockbuster-Saison war in diesem Jahr aus offensichtlichen Gründen nicht erfolgreich, aber zu unserer Rettung hat der Streaming-Dienst Netflix gleich mehrere laute und teure Actionfilme vorbereitet, einer davon ist der Science-Fiction-Film „Project Power“. Im Film sind Stars wie Jamie Foxx und Joseph Gordon-Levitt zu sehen, aber reicht das aus, um die Bedürfnisse des Publikums nach einem Kino-Spektakel zu befriedigen? Versuchen wir, das herauszufinden.
Eine unklare Geschichte
Die Handlung des Films „Project Power“ vereint drei unterschiedliche Charaktere:
- Eine Schülerin (Dominique Fishback), die mit einer Droge handelt, die vorübergehende Superkräfte verleiht oder sofort tötet;
- Einen kompromisslosen Cop (Gordon-Levitt), der keine Scheu hat, dieselbe Droge zu nutzen;
- Einen Major (Jamie Foxx), der versucht, seine verschwundene Tochter zu finden.
Wenn Sie fragen, was sie verbindet, haben die Autoren keine klare Antwort darauf. Das Talent der Drehbuchautoren reichte nur aus, um Umstände für ihr Kennenlernen zu erfinden, aber nicht für einen plausiblen Grund, ihre Kräfte zu bündeln. Nun ja, es geht ja um einen offensichtlichen Popcorn-Film, in dem ein cooler schwarzer Mann eine Highschool-Schülerin zu einer gefährlichen Mission mitnimmt, nur weil sie gut rappen kann. Und das auch noch im Freestyle.
Originelles, aber nicht vollständig umgesetztes Konzept
Freestyle könnte man den gesamten Film „Project Power“ nennen. Die Macher haben ein interessantes Konzept mit einer Droge als Grundlage genommen, die nur für 5 Minuten Superkräfte verleiht, wobei beim ersten Mal niemand weiß, welche Fähigkeiten das genau sind. Und dann haben sie angefangen, darauf unverständliche Ideen (mit einer obligatorischen Reprise zum Thema Rassismus) zu werfen, absurde Helden hinzuzufügen und sie in absurde Umstände zu versetzen, um, wie es scheint, die Zuschauer zu überraschen. Nur funktioniert das alles offensichtlich nicht und vermittelt das Gefühl, dass entweder man selbst nicht ganz bei Verstand ist, um das Geschehen auf der Leinwand zu verstehen, oder die Filmemacher ein wenig durchgeknallt sind.
Billigkeit im Detail
Offensichtlich ging ein Großteil des Budgets des Films „Project Power“ für die Gagen der führenden Stars und für genau die Szene drauf, in der Joseph Gordon-Levitts Figur aus nächster Nähe erschossen wird – die Szene, die den Zuschauern in den Trailern des Films hartnäckig „verkauft“ wurde.
Ansonsten strahlt die Billigkeit des Science-Fiction-Actionfilms aus allen Ecken: karge Schauplätze, grelle Spezialeffekte, durchschnittliche Kameraführung und ein unspektakulärer Schnitt. Wären all diese Elemente auf höchstem Niveau umgesetzt worden, hätte man über die zahlreichen Probleme mit der inneren Logik und die allgemeine Mittelmäßigkeit des Films hinwegsehen können, aber leider.
Lohnt es sich, den Film „Project Power“ anzusehen?
Die Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman haben einen Film geschaffen, der vorgibt, ein cooler Actionfilm mit originellem Konzept und Hollywood-Stars im Vordergrund zu sein, in Wirklichkeit aber ein klassischer B-Movie mit allem, was dazugehört. Wenn man zufällig auf so einen Film stößt, kann man ihn durchaus zu Ende schauen und sogar etwas Vergnügen daran haben (Gehirnentspannung ist auch eine nützliche Sache), aber wir würden nicht empfehlen, absichtlich Zeit dafür zu opfern.
Trailer:
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