Preview image

Sam Raimi und Quibi bieten mit dem Projekt „50 Staaten des Schreckens“ einen aktuellen Blick auf Horrorserien.

Die Plattform Quibi nimmt allmählich Fahrt auf, und eines der bemerkenswertesten Projekte, die dort veröffentlicht wurden, ist die Webserie „50 Staaten des Schreckens“ (50 States of Fright) von Sam Raimi.

Wie nicht schwer zu erraten ist, widmen sich die Episoden der Show einzelnen Bundesstaaten Amerikas, insbesondere den Volksmärchen der jeweiligen Region. Wir berichten, wie interessant und frisch das Ganze wirkt.

50 Staaten des Schreckens

Kompakte Erzählweise

Da „50 Staaten des Schreckens“ eine Webserie ist, zeichnen sich ihre Folgen durch eine kurze Laufzeit aus. Selbst die längsten Episoden dauern hier nicht länger als 10 Minuten.

Warum diese Entscheidung? Vielleicht ist sie durch das Tempo des modernen Lebens und die derzeitige Geschwindigkeit des Konsums von Inhalten bedingt, bei der 15-Sekunden-Videos in sozialen Netzwerken den Ton angeben. Vielleicht wollten die Autoren auf diese Weise in einem möglichst engen Rahmen lebendige und einprägsame Geschichten komponieren, ohne sich mit Kleinigkeiten aufzuhalten. Wie dem auch sei, es funktioniert.

50 Staaten des Schreckens Serie

Einprägsame Geschichten

Den Machern der Show ist vieles gelungen – eine rasche, aber nicht überhastete Erzählweise, wirklich fesselnde Cliffhanger, nicht die abgedroschensten „Buh“-Momente, aber vor allem interessante Geschichten. Sie glänzen nicht mit übermäßiger Originalität und erinnern in gewisser Weise an Stines „Gänsehaut“ oder einige Geschichten von Stephen King, aber sie sind stellenweise seltsam, stellenweise lebendig und einprägsam. Wo sonst in der modernen Welt sieht man eine Geschichte über ein Mädchen mit einer goldenen Hand oder einen Tierpräparator, der einen menschenähnlichen Affen trifft? Fügen Sie lokale amerikanische Folklore hinzu, und Sie erhalten ein interessantes Rezept für effektiven Horror.

50 Staaten des Schreckens ansehen

Sam Raimi kehrt zu den Wurzeln zurück

Einer der Schöpfer und ideellen Inspiratoren des Projekts war Sam Raimi, der sich durch die Inszenierung von Horrorfilmen einen Namen gemacht hat. In der Serie „50 Staaten des Schreckens“ schrieb der Kultregisseur persönlich (zusammen mit seinem Bruder Ivan) und inszenierte die Debütfolge, die sich der Geschichte aus Michigan über ein Mädchen mit einer Prothese in Form einer goldenen Hand widmet. In dieser Folge werden Fans von Raimi seine charakteristische Handschrift aus der Zeit von „Tanz der Teufel“ bemerken, dank derer das Geschehen auf dem Bildschirm gleichzeitig erschreckt und amüsiert.

50 Staaten des Schreckens 2020

Star-Besetzung

Trotz der für große Stars untypischen Laufzeit gelang es dem Projekt „50 Staaten des Schreckens“, Schauspieler wie:

  • Travis Fimmel („Vikings“, „Warcraft“);
  • Rachel Brosnahan („The Marvelous Mrs. Maisel“);
  • Asa Butterfield („Sex Education“, „Hugo Cabret“);
  • Ming-Na („Agents of S.H.I.E.L.D.“);
  • Taissa Farmiga („American Horror Story“, „The Mule“).   

50 Staaten des Schreckens Horror

Lohnt es sich, „50 Staaten des Schreckens“ anzusehen?

Das Quibi-Projekt ist ein spezifisches Produkt. Sehr kurze Episoden, Geschichten, die sich mal über 2, mal über 3 Folgen erstrecken, verschiedene Regisseure, unterschiedliche Atmosphären – all das deutet darauf hin, dass es nicht die dankbarste Aufgabe ist, die besprochene Serie jemandem zu empfehlen. Gleichzeitig könnte die Serie „50 Staaten des Schreckens“ Fans von Sam Raimi, Liebhabern des Nervenkitzels und Kennern unmissverständlicher, aber lebendiger Geschichten durchaus zusagen.

Trailer: