
Habe „Die Kolonie“ gesehen, jetzt ist mein Kopf ein Chaos
Der südkoreanische Horrorfilm vom Regisseur von „Zug nach Busan“ macht keine Angst, er tut auf andere Weise weh.
Das Schlechte (und völlig Offensichtliche): Während des Anschauens kann man nicht essen. Ich bin anscheinend so empfindlich gegenüber Dreck-Schleim-Blut, dass ich kaum den Reis mit Thunfisch runterbekam. Aber für Liebhaber von Slashern ist das wohl von Vorteil.
Der grundlegende Unterschied zu bekannten Zombie-Horrorfilmen besteht darin, dass die Toten hier lernen. Sie existieren als ein einziger Organismus und handeln koordiniert. Das erinnert natürlich an das Verhalten der Menschen im Internetzeitalter, wo ein einziges Video ausreicht, um eine Flut von Negativität auszulösen.
Yeon Sang-ho warnt geschickt: Kollektives Bewusstsein führt nicht zum Erfolg, selbst wenn es anfangs illusorisch auf gute Ziele ausgerichtet ist. Wie man so schön sagt: Verlass dich auf Zombies, aber pass selbst auf!
Zum Nachdenken regen auch die Maßnahmen der Behörden an, die das Gebäude unter Quarantäne gestellt haben (was überhaupt nicht an den Hantavirus-Ausbruch in diesem Frühjahr erinnert). Die Hauptfiguren bleiben in karikaturhaft gezeichneten Rollen, was ihnen ein Drittel ihres Charmes nimmt.
Der Klügste überlebt (und natürlich der Kameramann).
„Die Kolonie“ läuft ab dem 18. Juni in den Kinos, danke an „World Pictures“ 🧟
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