Fettleibigkeit bei Kindern. Ein großes Problem.

Kinder haben keine Selbstkontrolle und unterliegen dem Marketing von Süßigkeiten und Inhalten. Außerdem ahmen sie das Verhalten der Eltern nach. Dazu gehören Essstörungen und eine sitzende Lebensweise.

Ausmaß des Problems: Mehr als 45 Millionen Kinder im Vorschulalter und über 200 Millionen Schulkinder weltweit haben die Diagnose „Fettleibigkeit".
Wachstumsrate: In den letzten Jahrzehnten ist die Prävalenz von Fettleibigkeit bei Kindern im Alter von 6–11 Jahren von 4–7% auf 13–15% gestiegen.
Jugendgruppe: Bei Jugendlichen im Alter von 12–19 Jahren stieg die Rate auf 14–15%.

📋 Modifizierbare Faktoren
Ernährungsverhalten der Familie: übermäßiger Konsum von kalorienreichen Lebensmitteln, Fast Food und zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken.
• Sitzende Lebensweise: Bewegungsmangel und übermäßige „Bildschirmzeit" (Geräte, Fernseher).
• Schlafstörungen: chronischer Schlafmangel stört die Produktion von Appetithormonen (Leptin und Ghrelin).
• Sozioökonomisches Umfeld: Fehlen sicherer Orte für Sport und eingeschränkter Zugang zu gesunder Nahrung in Schulen oder Wohngebieten.

🧬 Genetische und biologische Mechanismen

Polygene Vererbung:
Hunderte von geringfügigen genetischen Varianten bestimmen die Neigung des Körpers, in einer ungünstigen Umgebung Fett anzusammeln.
• Monogene Mutationen:
seltene, aber schwere Formen früher Fettleibigkeit, meist verbunden mit Defekten im Melanocortin-4-Rezeptor-Gen (MC4R) oder Leptinmangel.
• Endokrine Pathologien: Hypothalamus-Dysfunktion, Hypothyreose oder Überschuss an Glukokortikoiden.

🤰 Perinatale Faktoren
Gewicht und Stoffwechsel der Mutter: Gestationsdiabetes und Fettleibigkeit der Mutter während der Schwangerschaft.
• Besonderheiten der frühen Ernährung: künstliche Säuglingsnahrung und zu frühe Einführung fester Beikost. Schauen Sie sich das Etikett der Säuglingsnahrung an – dort können Sie mehr als 50% einfache Kohlenhydrate sehen.

Was tun:
• Strenge, aber erklärbare Routine,
• Schulung in richtigem Essverhalten,
• Korrektur des psycho-emotionalen Zustands,
• Interessante körperliche Aktivität
der gesamten Familie und des sozialen Umfelds.

Innerhalb von 1–2 Jahren nach Beendigung von Behandlungs- und Begleitprogrammen kehren mehr als 60–80% der Kinder zu ihrem Ausgangsgewicht zurück oder nehmen weiter zu, wenn die Therapie eingestellt wird.

@drakarasev