Bei der Vorbereitung auf ein neues Video beschloss ich, „Jeanne Dielman, 23 Quai du Commerce, 1080 Brüssel“ anzuschauen. UND DAS IST SO EINE FREUDE

Eine teilnahmslose, statische Kamera, durchscheinende Einsamkeit, Abgeschlossenheit – ich fühle mich, als würde ich einfach neben der Frau auf der anderen Seite des Bildschirms wohnen. Gegen Ende des Films verflüchtigt sich natürlich die Vergessenheit, aber das Gefühl totaler Begeisterung verlässt mich nicht. Das ist der erste Eindruck, der Film muss im Bewusstsein nachreifen, aber die Sahne ist abgeschöpft und verkostet.

Der belgische 3,5-stündige Film über eine Hausfrau und Prostituierte, gedreht 1975 von der Regisseurin Chantal Akerman, hat meinen Morgen gemacht. Peak cinema