Dann kam die KI und alle Entwickler freuten sich: Jetzt konnten sie schnell und einfach, quasi im Alleingang, innerhalb einer Woche Apps zusammenbauen und veröffentlichen. Aber das Gleiche lernten auch die Konzerne, vielleicht etwas langsamer, aber nicht entscheidend. Und hier geht die Rechnung für das Startup gar nicht mehr auf. Wenn der Konzern eine Nachfragewelle sieht, ist es einfacher für ihn, den Code zu kopieren und eine Alternative zu veröffentlichen, als sich mit einem Kauf zu befassen. Alle rechtlichen Fragen würden mehr Zeit in Anspruch nehmen. Es gibt keinen Grund mehr, ein Startup zu kaufen, besonders wenn der Konzern einen Mehrwert bietet – die neue Funktion in sein Ökosystem integriert, mehr Daten liefert oder den Dienst einfach qualitativ hochwertiger macht.
Ein Beispiel? Die App "Wo ist Benzin". Der Entwickler erstellte sie buchstäblich in wenigen Tagen und gewann sofort ein Publikum von mehreren Millionen Menschen und eine Menge Medienberichte. Aber während er darüber nachdachte, wie er sie monetarisieren und weiterentwickeln könnte, kopierten sie alle. T-Bank, 2GIS, Yandex brachten Alternativen heraus. Aber sie fügten Big Data hinzu und wurden sofort genauer: Während die Nutzer im Original angeben, ob es Benzin an den Tankstellen gibt, zog Yandex einfach die Daten von Yandex.Tanken und zeigt genau an, wo es Benzin gibt, und über den Zugang zum Navigator zeigt es auch, wo welche Warteschlange ist.
Das ist ein Grund für Startups, darüber nachzudenken, dass die Erstellung von Code nicht nur für sie, sondern für den gesamten Markt billig und schnell geworden ist. Innovationen, die jemand anderes gemacht hat und verkauft, können nicht Ihr Wettbewerbsvorteil sein. Jetzt hat die KI den IT-Markt verändert, und in den nächsten Jahren werden Roboter den realen Sektor verändern. Wie zuvor muss man ein Alleinstellungsmerkmal finden, das schwer oder lange zu kopieren ist, und das ist nicht der Code.
Kommentare
0Noch keine Kommentare.
Melde dich an, um mitzudiskutieren.