
Glück ist keine Abstraktion. Es sind konkrete Momente, die man anfassen kann. Grünes Gras, ein gestreifter Sonnenschirm, ein Hund, der über die Wiese tobt, und ein Kind, das zum ersten Mal den Reichtum der Welt jenseits der vier Wände entdeckt.
Für etwas mehr als eine Woche sind wir aus der Stadt geflohen. Nicht vor Problemen – hin zum Leben. Vera hat den Wald gesehen. Nicht Bilder in Büchern, sondern echte Bäume, Gras, einen Raum, in dem man tief durchatmen kann. Kaschtan war in seinem Element – er raste über die Rasenflächen, roch die Waldaromen mit einer Begeisterung, die nur beneidenswert sein kann. Lena lächelte – und das ist wohl der wichtigste Indikator dafür, dass alles richtig gemacht wurde.
Es gibt eine lustige Metamorphose beim Reisen mit einem Kind. Früher reisten wir zu dritt – und jeder hatte seinen eigenen Rucksack. Selbstständigkeit in Reinform. Jetzt kamen zu diesen drei noch ein paar Koffer des jüngsten Familienmitglieds hinzu. Und das ist keine Überflüssigkeit – es ist eine Notwendigkeit. Denn die Welt muss erwärmt, verpackt, gewogen und im richtigen Moment serviert werden.
Aber wissen Sie was? All diese Taschen, all diese Vorbereitungen – sie sind es wert. Für ein einziges Lächeln von Vera. Für ein einziges glückliches Bellen auf die Kröte Kaschtan. Dafür, dass Lena sich unter dem gestreiften Sonnenschirm entspannen und einfach sein kann.
Wir wechseln die Umgebung nicht der Geografie wegen. Wir wechseln sie wegen der Perspektive. Um einander in einem neuen Licht zu sehen. Und in dieser Woche war dieses Licht wirklich warm.
Die Natur war, wie immer, nicht nur großzügig mit Eindrücken, sondern auch mit fehlender Verbindung. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn ich nicht antworte – das ist keine Ignoranz, sondern eine erzwungene digitale Entgiftung. Ich werde allen bis Ende der Woche antworten. Versprochen.
Ein perfekter Tag ist nicht, wenn alles nach Plan läuft. Es ist, wenn alle glücklich sind. Und diese Tage waren genau so.
Kommentare
0Noch keine Kommentare.
Melde dich an, um mitzudiskutieren.