Die Rückkehr des legendären Nicolas Winding Refn („Drive“) nach 10-jähriger Pause, ein japanischer Anime-Actionfilm im Stil von „John Wick“, eine spanische Version von „Misery“ und die Fortsetzung des Retro-Detektivfilms über einen mysteriösen maskierten Räuber. Die wichtigsten Kinopremieren dieser Woche.
„Her Private Hell“
Der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn, Autor der Kultfilme „Drive“ und „The Neon Demon“, kehrt mit einem neuen Film auf die große Leinwand zurück, der auf seinem eigenen klinischen Tod aufgrund eines Herzstillstands basiert. Die Handlung: Die angehende Schauspielerin Elle (Sophie Thatcher) bereitet sich auf die Dreharbeiten zu einem verrückten Weltraumfilm vor. Im Regiestuhl sitzt ihr despotischer Vater, zu dem sie ein angespanntes Verhältnis hat. Parallel dazu treibt in einer geheimnisvollen Stadt ein als „Leder-Mann“ bekannter Serienmörder sein Unwesen, gejagt vom ehemaligen Elitesoldaten Kay, dessen Tochter durch die Hand des Mörders starb.
„Her Private Hell“ ist nach eigenen Angaben des Regisseurs eine zutiefst persönliche Geschichte, die er nach einer schweren Lebensphase erlebt und auf die Leinwand gebracht hat. Fans von Refns Werk erwartet wieder ein neongetränkter Bildschirm, lange Pausen und eine zerrissene Erzählweise. Die Kritiker waren jedoch nicht besonders angetan von Refns seelischen Qualen und bewerteten den Film überwiegend negativ. Vor der Weltpremiere lag die Gesamtbewertung von „Her Private Hell“ auf dem Aggregator Rotten Tomatoes bei nur 48% basierend auf 48 Kritiken. Insbesondere lobten die Kritiker die künstlerisch ausgefeilte Optik, kritisierten aber schonungslos das völlige Fehlen emotionaler Tiefe, die düstere Prätentiösität und die ermüdende Laufzeit.
„Sakamoto Days“
Ein amüsanter japanischer Actionfilm im Stil von „John Wick“ über den Auftragskiller Sakamoto (Ren Meguro), der in den Ruhestand gegangen ist, aber gezwungenermaßen in den Beruf zurückkehrt, weil ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Inzwischen hat Sakamoto eine Familie gegründet, und seine Frau hat ihm ein heiliges Versprechen abgenommen, niemanden mehr zu töten.
„Sakamoto Days“ ist ein unterhaltsamer Comedy-Actionfilm von Yuichi Fukuda, basierend auf dem beliebten Manga und dem kürzlich erschienenen Anime. Der Film steckt voller wortwitziger Situationen (z. B. ein Auftragskiller, der zugenommen hat), choreografischer Finessen, grotesker Charaktere und einfallsreicher Actionszenen. Reines, sprühendes Vergnügen für Fans des Genres.
„Vieja Loca“
Pedro (Daniel Endler) muss sich um seine ehemalige Schwiegermutter Alicia (Carmen Maura) kümmern. Irgendwann verwechselt die Frau ihn mit einem Verbrecher aus ihrer Vergangenheit. Aus Rache betäubt Alicia ihren Ex-Schwiegersohn, fesselt ihn und erfindet jede Stunde eine neue Folter, um ihn zu einem Geständnis der einst begangenen Untaten zu zwingen.
Der neue Film des spanischen Regisseurs Martín Morega ist ein weiterer Vertreter in der Reihe der selbstverletzenden Horrors der letzten Jahre. „Vieja Loca“ folgt einem klassischen Stil mit einem heruntergekommenen Herrenhaus, einer Vielzahl von Stich- und Schneidwerkzeugen, reichlich Blut und ein wenig Mystik. Plus: Die Filmemacher haben eine kleine Überraschung in Form einer einfachen, aber angesichts des allgemeinen Settings des Films recht eleganten Handlungswendung vorbereitet.
„Diabolik Chi Sei?“
Der dritte Teil des Abenteuerfilms über den unergründlichen maskierten Dieb namens Diabolik und den ihm auf den Fersen folgenden Inspektor Ginko. Diesmal tauschen die Rollen: Sowohl der Verbrecher als auch der Verfolger geraten in die Fänge eines brutalen Räubers, und ihre Geliebten – Gräfin Altea di Wallenberg und eine weitere Verbrecherin Eva Kant – müssen sie retten.
Der Film der Brüder Manetti basiert auf dem italienischen Comic „Diabolik“, der in den 60er Jahren im Land recht beliebt war. Der erste Teil der Trilogie, der in Russland erschien, hieß genauso. Der zweite Teil kam unter dem Titel „Diabolik – Die italienische Version“ heraus. Die Trilogie entspricht ganz dem Geist des Comics: detektivische Intrigen, ein Bösewicht, der wie Fantômas die Gestalt wechselt, ein amüsanter Polizeiinspektor, retro-futuristische Autos und scharfe Kamerafahrten auf die Gesichter der Figuren. Im letzten Teil spielt Monica Bellucci mit, und das ist ein weiterer gewichtiger Grund, ins Kino zu gehen und die Retro-Ästhetik zu genießen.
„Mein wilder Freund. Rückkehr nach Hause“

Die Fortsetzung der rührenden Geschichte über den Jungen Sascha und den Fuchs Ryschi. Der erwachsen gewordene Held trifft seinen Waldfreund wieder und erfährt, dass Ryschis Familie samt den Füchsen von einem Tierpräparator entführt wurde. Sascha beschließt, um jeden Preis zu helfen, die Lieben zurückzubringen, und vor ihnen liegen eine gefährliche Reise, neue Prüfungen und unerwartete Verbündete.
In der Fortsetzung kehrte Jelissey Tschutschilin („Major Grom“) in die Rolle von Sascha zurück, und den Regiestuhl übernahm erneut Anna Kurbatowa. Zur Starbesetzung stießen Jan Zapnik und Valentina Masunina in den Rollen der Bösewichte.
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