4D-Seismik: Wie man mehr fördert, ohne unnötige Bohrlöcher zu bohren ⬅️
Sakhalin Energy, der Betreiber von Sachalin-2 (Teil von Gazprom), hat einen Algorithmus zur Datenverarbeitung und eine Branchenmethodik für das 4D-seismische Monitoring von Offshore-Lagerstätten entwickelt. Die Empfehlungen wurden bereits von der Staatlichen Kommission für Reserven genehmigt, das Dokument ist offen und für andere Bodennutzer zugänglich.
1️⃣ Was die Technologie bringt
4D-Seismik verfolgt Veränderungen in der Lagerstätte während der Feldentwicklung. Dies hilft, neue Bohrlöcher genauer zu platzieren, Betriebskosten zu senken und den Förderkoeffizienten zu erhöhen. Für das Schelf ist dies besonders wichtig: Die Bohrmöglichkeiten sind begrenzt und die Fehlerkosten deutlich höher.
2️⃣ Ergebnis in Barrel
Zum ersten Mal in Russland wurde die 4D-Seismik im Astoch-Abschnitt des Piltun-Astoch-Öl- und Gaskondensatfeldes des Projekts Sachalin-2 eingesetzt. Die erste Vermessung half, einen ölgesättigten Bereich zu lokalisieren, dort wurde eine horizontale Bohrung niedergebracht, die bis heute fördert – zusätzlich 9,5 Millionen Barrel. Nachfolgende Überwachungszyklen optimierten die Bohrungen und brachten weitere rund 7 Millionen Barrel.
3️⃣ Ohne westliche Auftragnehmer gemacht
Bei der Basisvermessung von 1997 wurden fast alle Arbeiten von ausländischen Auftragnehmern durchgeführt, während 2025 kein einziger westlicher Spezialist beteiligt war. Laut der leitenden Geophysik-Beraterin Olga Timofeeva: „Alles wurde von den Händen und Köpfen russischer Experten gemacht.“
Video: SLB
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