Am Montag wurden es 44. Ein Jubiläum – nach meinem humanitären System der Zahlenwahrnehmung.
Den ganzen Tag flog mir angenehmer Glückwunsch-Spam aus allen Ecken der Heimat und des Lebenswegs entgegen. Danke, Brüder, Schwestern, Freunde, Kameraden und Kollegen für diese seltenen, aber warmen Berührungen.

Ich werde keine Bilanz ziehen. Zu klagen wäre Sünde. Das Jahr war objektiv gut, wenn auch mit einigen Unebenheiten. Und überhaupt, in dem Alter gilt: Wenn kein Blutgerinnsel abgegangen ist, kein Schlaganfall, Herzinfarkt oder Demenz passiert ist, ist das schon gut. Und wenn das Knie bei feuchtem Wetter nicht schmerzt, kann man ein Fest feiern.

Aber ich bin nicht nur nicht gestorben, sondern auch noch (Gott verzeih mir) ein Vibe-Coder geworden. Und das ganze Jahr dachte ich: Na, die Verwandten schenken mir Umschläge, und ich kaufe mir vor Freude das Maximal-Abo von Claude und mache allerlei... aber mit meiner frisch erfundenen Methode stellte sich heraus, dass ich gar keine Maximal-Abos brauche. Es reicht so schon alles.

So säße ich wohl wie ein Dummkopf da, ohne zu wissen, was ich tun soll, aber die Hilfe kam von unerwarteter Seite. Der Regulator hat endgültig gesiegt, und die Server von Kin@#%ab starten nicht mehr auf den Fernsehern der ganzen Verwandtschaft. Und Kin#%ab ist so ein Online-Kino, das seinesgleichen sucht und nie wieder finden wird. Also muss ich alle Umschlag-Aktiva in einen Kinetics-Router investieren und lernen, meinen Traffic selbst zu verschlüsseln, zu tunneln und zu proxen.

Als mich das Leben vor 5 Jahren in die IT verschlug und ich immer dachte, ich will auch alles verstehen und können wie echte Ingenieure, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass das Universum das hört und alles arrangiert. Und siehe da...

Also, Freunde, keine Zeit zum Trübsalblasen! Es ist Zeit, neue Berufe zu erlernen!