Die meisten Produktideen sterben noch vor dem Start – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie nicht den richtigen Schmerz lösen.

Gestern war ich in einem Livestream, wo wir die Fälle der Leute und Ideen für SaaS-Anwendungen analysiert haben.

Und ehrlich gesagt, die meisten Ideen waren … sagen wir mal, roh.

Manchmal war völlig unklar, welchen Schmerz das Produkt löst.
Manchmal gibt es einen Schmerz, aber er ist so eng, dass es schwierig ist, damit zu wachsen und zu skalieren.

Solche Produkte entstehen oft „aus dem Kopf“ und lösen entweder ein erfundenes Problem oder den Schmerz eines sehr begrenzten Segments.

Und genau während des Livestreams kam mir ein einfacher Gedanke:
Wie findet man wirklich funktionierende Ideen für Produkte, nicht nur „interessante“.

Ich teile es.

Kurz gesagt, die Produktidee liegt oft hier 👇

Fragen Sie eine Person aus Ihrer Zielgruppe:
Welche Handlung kostet sie regelmäßig Zeit und nervt sie?
Also, was zu tun lästig ist, aber getan werden muss.


Normalerweise tauchen hier Dinge auf, die die Leute längst als „normal“ akzeptiert haben –
und nicht einmal darüber nachdenken, dass man das vereinfachen oder beseitigen könnte.

Genau aus solchen Stellen entstehen Produkte, die echte alltägliche Schmerzen lösen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen am häufigsten für Schmerz zahlen, der sie physisch daran hindert, zu leben und das zu tun, was sie brauchen.

Oder für eine bequeme Lösung.
Oder für das, was sie bekommen wollen, aber nicht können.

Ein Beispiel aus der Praxis.

Ich habe innerhalb einer Malschule (einer riesigen, wirklich ein Marktriese)
einen Zeichenclub für Kinder im Abonnement gestartet.

Als wir die Lektionen durchdachten, habe ich mit den Eltern gesprochen.
Und viele sagten:
„Nun, die Kinder zeichnen doch schon mit YouTube-Lektionen. Wofür sollen wir Ihnen zahlen?“

Und dann begann das Interessanteste.

Als ich anfing, richtig mit ihnen zu reden, sagten fast alle dasselbe:
Auf YouTube gibt es keine Lektionen mit den Lieblingsfiguren ihrer Kinder – Helden aus Cartoons, Comics und Spielen.
Und die Kinder sind deswegen wirklich traurig.

Raten Sie, welche Lektionen wir zuerst aufgenommen und auf die Website gestellt haben?
Natürlich die mit den Figuren, die sie nicht finden konnten.

Wir haben keinen Wert erfunden –
wir haben einfach den spezifischen Schmerz gelöst, auf den die Eltern bereits Aufmerksamkeit und Nerven verschwendet haben.

Die Schlussfolgerung ist sehr einfach:
Suchen Sie nicht nach einer „Idee“, sondern nach einem Bedürfnis.
Und das Produkt – als bequeme Lösung dieses Bedürfnisses.


Dann sind die Erfolgschancen viel größer.

Und Sie – lösen Sie in Ihren Produkten gerade einen echten Schmerz –
oder nur eine interessante Idee?