In einem Monat war ich:
• 5 Mal im MFC (davon 4 Mal angemeldet, aber im letzten Moment abgesagt)
• 2 Mal beim Innenministerium für die Migrationsregistrierung
• 6 Mal aus medizinischen Gründen (ärztliche Untersuchung für das Innenministerium + 4 für meinen eigenen Check-up)
• 4 Mal beim Finanzamt (2 für die juristische Person, 2 gestern für den elektronischen Schlüssel)

Und das i-Tüpfelchen - heute und morgen sitze ich im Büro und warte auf die Steuerbeamten. Sie müssen sich persönlich überzeugen, dass das Büro existiert und ich tatsächlich dort bin.

Da möchte ich fragen - wozu braucht man überhaupt eine juristische Adresse im Jahr 2026? Ich habe ein IT-Unternehmen, alles im Homeoffice. Briefe per E-Mail. Wenn die Adresse fiktiv ist, wird sie OBEP/OMON/SK sowieso nicht finden. Also, was ist der Sinn?

Das ist ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Macht doch eine "digitale Adresse". Ich bin sogar bereit, der "Russischen Post" für ein Postfach zu zahlen - das ist bequem für mich und bringt ihnen ein bisschen Geld für das Staatsmonopol. Kurz gesagt, ich fange an, die sinnlose Bürokratie noch mehr zu hassen. Gibt es überhaupt sinnvolle Bürokratie?

Und klar, wenn man einen halben Monat in Behörden verbringt, hat man weder Kraft noch Lust, hier zu schreiben. Außerdem heitern die Nachrichten über eine weitere Mega-Sperrung von Telegram jedes Mal die Stimmung auf 🙃

P.S. Sobald ich ins Büro fahre, fühle ich mich schon fehl am Platz - anscheinend zu sehr entwöhnt. Wer heute in der Nähe der U-Bahn-Station Elektrosila ist, kommt auf einen Kaffee vorbei, wir reden über RKN, FAS und andere 3 Buchstaben)