
Unter Gründern gibt es ein Problem, das sie als Zeitmangel bezeichnen, in Wirklichkeit heißt es: Ich weiß nicht, was ich tun soll. Dabei versucht der Gründer selbst, es zu heilen, indem er neue Funktionen entwickelt, sich mit Inhalten und Perfektionismus beschäftigt – das ist der Fall, wenn er noch keine Verkäufe hat. Wenn er welche hat, beschäftigt er sich mit der Arbeitsroutine, wobei er diese Zeit maximal ausfüllt, sodass er nicht einmal Zeit zum Schlafen hat. Natürlich verdient ein solcher Gründer wie ein Hilfsarbeiter, und wenn es keine Verkäufe gibt, erntet er eine sichere Burnout. Alles kommt daher, dass der Gründer eigentlich nicht weiß, was er in seiner Rolle im Unternehmen tun soll, und versucht, eine andere Rolle einzunehmen, und da er am motiviertesten ist, macht er dies maximal. Wenn ich solche Gründer frage, worin das Problem besteht, antworten sie alle wie aus einem Mund: Wir brauchen einfach mehr Verkäufe, Kunden, Umsatz oder Investitionen, damit wir auf die nächste Stufe kommen, und dann wird alles super sein!
Dies alles wird dazu führen, dass sich das Startup nicht entwickelt. Denn unterwegs kümmert sich kaum jemand darum. Ich habe ein Heilmittel erfunden, es wird nicht vollständig heilen, aber den Blick in die richtige Richtung lenken. Wenn du Funktionen entwickelst, aber nichts wächst, die Anzahl der Kunden nicht steigt, wenn du dich mit den Aufgaben der Mitarbeiter beschäftigst, dann solltest du dich auf die "ausschließlich nützliche Handlung" konzentrieren. Diese Handlung ist für jedes Unternehmen in jeder Phase nützlich.
"Kommunikation mit potenziellen Kunden" – das ist eine ausschließlich nützliche Handlung für jedes Unternehmen.
Wenn du noch nicht verkaufst, dann geh verkaufen, am besten durch problemorientierte Interviews.
Wenn du bereits verkaufst, kannst du verkaufen oder den Weg des Kunden bis zum Erhalt des Werts in deinem Unternehmen studieren.
In beiden Fällen erhält der Gründer unweigerlich Erkenntnisse darüber, wie er sein Produkt und sein Geschäft verbessern kann. Er findet genau das, wofür der Kunde bereit ist zu zahlen. Und wie lange muss man das tun? Das muss man die ganze Zeit tun, solange man nichts zu tun hat oder bis man jemanden eingestellt hat, der das für einen erledigt. Wusstest du übrigens, dass man das auch in großen Unternehmen aktiv macht? Im nächsten Beitrag erzähle ich, wie die Top-Manager von Gazprom Neft das machen.
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