Die Auswahl einzelner Aktien erscheint oft als der richtige Start:

Starkes Unternehmen gefunden - gekauft - verdient.

Das Problem ist, dass dies am Anfang fast immer zu einem Ratespiel wird.
Ein Index ist in dieser Hinsicht eine rationalere Basis.

Warum es sinnvoll ist, den Index zur Grundlage des Portfolios zu machen:
1. Er nimmt das Risiko von Fehlern zu Beginn
Ein Anfänger irrt sich nicht bei der Wahl des Marktes, sondern bei der Auswahl bestimmter Unternehmen.
Der Index verteilt dieses Risiko automatisch.

2. Er bietet Marktrenditen ohne unnötige Entscheidungen
Man muss nicht ständig Fragen beantworten:
-was kaufen
-was verkaufen
-womit ersetzen
Das reduziert die Anzahl der Fehler und emotionalen Handlungen.

3. Er schafft ein Fundament
Der Index ist das „Gerüst“ des Portfolios, das mit dem Markt wächst und kein ständiges Eingreifen erfordert.
Aber das bedeutet nicht, dass einzelne Aktien keinen Platz haben.

Wann Aktien sinnvoll werden:
-wenn man die Risiken versteht
-wenn man einen Horizont von mehreren Jahren hat
-wenn man bereit ist für Kursrückgänge einzelner Positionen
-wenn man eine Strategie hat, nicht den Wunsch, „den Anstieg zu erwischen“

In diesem Fall sind Aktien kein Ersatz für den Index, sondern ein Aufbau darauf. Mit einzelnen Aktien zu beginnen ist, als würde man ein Haus vom Dach aus bauen.
Der Index ist das Fundament.
Aktien sind die nächste Ebene, wenn das Fundament bereits vorhanden ist.
Investieren ist keine Wahl zwischen „Index oder Aktien“.
Es ist eine Frage der Reihenfolge und der Reife des Ansatzes.

"Building on the infrastructure of today, investing in the breakthroughs of tomorrow"