„Der Schauspieler hat die Rolle brillant gemeistert“ – das sagt gar nichts aus. Überhaupt. Null Wert. Einen solchen Satz kann man über jeden Schauspieler in jede Rezension zu jedem Film der letzten 100 Jahre einfügen.

Nehmen wir Cate Blanchett in „Tár“ von Todd Field.

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„Blanchett hat unglaublich gespielt – ihr Eintauchen in die Rolle fesselt von den ersten Minuten an“

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„Man sieht Blanchett bei der Probe dirigieren – und glaubt, dass dieser Mensch sein Leben lang kommandiert hat. Nicht weil es so im Drehbuch steht, sondern weil sie die Pausen immer etwas länger hält als nötig, und das macht einen unruhig“

Die erste Variante ist eine Bewertung ohne Fundament. Die zweite Variante ist bereits eine Beobachtung, keine Bewertung, und daher viel wertvoller und interessanter.

Wählen Sie ein oder zwei konkrete Details: Mimik, Körpersprache, Sprechtempo, Blick – was genau der Schauspieler tut.

Fragen Sie sich: Was genau in seinem/ihrem Spiel erzeugt den gewünschten Effekt? Nicht „gut gespielt“, sondern wie genau, worin zeigt sich das „Gut“.

Sie müssen nicht alles analysieren – wählen Sie einen Moment, der Sie berührt hat, und schreiben Sie ehrlich darüber. Manchmal reicht das völlig aus, um Ihre Position zur schauspielerischen Leistung zu vermitteln.

#СоветыРедактора@the_rrated