​​Ein paar Gedanken nach dem Anschauen von „Avatar: Feuer und Asche“.

Ich sage gleich: Ich zähle mich nicht zu den Fans dieses Werks, und das erlaubt mir, den Film zu beurteilen, ohne das schrittweise Universum zu berücksichtigen, das, schrecklich zu sagen, vor 17 Jahren erschaffen wurde.

- Wozu diese enorme Laufzeit? Alles, was auf der Leinwand passiert, hätte problemlos in anderthalb, maximal zwei Stunden gepasst. Selbst wenn auf der Leinwand die ganze Zeit atemberaubende Schönheit zusammen mit professionell inszenierten Actionszenen herrscht, ist es dennoch sehr schwer, sitzen zu bleiben (im Kino musste ein junger Mann dreimal gehen, um Chips und Limonade zu holen. Na, wie soll das gut sein?).

- James Cameron ist immer noch derselbe James Cameron, ob er nun 20, 30, 50 oder 70 Jahre alt ist. Er hat immer noch den jugendlichen Elan, die kreative Ader, die nicht vom Beruf getötet wurde. Er baut immer noch megalomane mechanische Monster auf der Leinwand, schickt Schiffe von ungeheurer Schönheit in den Himmel von Pandora, wiederholt seine eigenen Szenen aus „Titanic“ und beiden „Terminatoren“ (nächtliche Schießereien im Scheinwerferlicht), macht Anspielungen auf Filme, die ihm gefallen (im dritten Teil ist der Einfluss von „Mad Max“ mit Tom Hardy besonders spürbar) und scheint einfach den Prozess zu genießen.

- Dass es im dritten Teil keinerlei Handlungsverschiebungen gibt und die Hauptbotschaft dieselbe geblieben ist – die Erhaltung wilder Orte auf der Erde in unberührtem Zustand für zukünftige Generationen – haben bereits absolut alle gesagt. Man kann nur hoffen, dass dies nur eine Phase ist, wie beim Marvel-Universum (das endlich abgeschlossen wurde), und dass in den neuen Teilen etwas Frisches auftaucht.

- Die Charaktere haben sich im dritten Teil nicht stark verändert. Höchstens dass Jake Sully noch mehr wie William Wallace mit Dreads aussieht und Colonel Quaritch endgültig dem Wahnsinn verfallen ist und an Colonel Kurtz aus „Apocalypse Now“ in der legendären Darstellung von Marlon Brando erinnert.

- Das Auftauchen von Sigourney Weaver für 5 Minuten in den letzten Filmen (nicht nur in „Avatar“) ist entweder ein schlechtes Zeichen oder ein schlechter Stil.

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