
Ich baue einen personal-first Assistenten. Darum
AI-Agenten, die etwas tun können, gibt es bereits genug. Browser öffnen, Webseiten durchklicken, E-Mails senden, APIs ansprechen, Workflows starten – das ist kein Unterscheidungsmerkmal mehr.
Interessanter ist etwas anderes: Was macht einen Assistenten eigentlich persönlich?
Ich baue einen solchen Assistenten – Volna. Er lebt in Telegram, arbeitet 24/7 auf einem Server und ist nicht als weiterer Task-Runner gedacht, sondern als permanente Schicht zwischen mir und dem täglichen Strom von Nachrichten, Erinnerungen, Spam, Notizen, Gesundheitsdaten und mehr.
Die Schlüsselfrage für personal AI ist meiner Meinung nach nicht mehr, ob das System handeln kann. Sondern, ob es sich erinnert, wie es den richtigen Zeitpunkt wählt und wie gut es in reale Lebenskanäle eingebettet ist.
Geschmack ist Erinnerung
Bei den meisten KI-Assistenten ist das Gedächtnis immer noch primitiv: Fakten sammeln, Text einbetten, dann auf Anfrage etwas Ähnliches abrufen.
Auf kurze Distanz funktioniert das. Auf lange Sicht beginnt es zu rauschen.
Deshalb ist Volnas Gedächtnis in drei Schichten unterteilt.
Erste – ein kompaktes, dauerhaftes Profil: stabile Vorlieben, Beziehungen, wiederkehrende Interessen, Verhaltensmerkmale.
Zweite – eine aktuelle episodische Schicht: ein Rolling Log der letzten Tage, der Kontinuität schafft und den Effekt vermeidet, dass jedes Gespräch von Null beginnt.
Dritte – eine Archivschicht für präzise Links, Daten, alte Details und einmalige Fakten. Sie wird nicht bei jedem Start eingemischt, sondern nur bei Bedarf abgerufen.
Das Gedächtnis ist hier also ein kuratiertes System mit verschiedenen Zugriffsmodi.
Geschmack ist Timing
Ein guter Assistent sollte nicht nur schreiben, sondern auch schweigen können.
Bei Volna ist das ein separater Teil der Logik. Wenn die geplante Überprüfung nichts wirklich Nützliches findet, gibt das System no_message zurück. Und einige Szenarien sind nützlich, aber nicht immer angebracht: zum Beispiel regelmäßige Fragen zur Profilerstellung oder Erinnerungen. Deshalb kann man sie nicht nur ausschalten, sondern auch verschieben – Volna erkennt selbst, wann es weitergehen kann.
Geschmack ist die Ausführungsumgebung
Volna lebt in Telegram nicht nur als Bot, sondern hat auch Zugriff auf mein persönliches Konto. Das ändert die Art der Aufgaben grundlegend.
Sie kann innerhalb des realen Stroms arbeiten (na ja, eine Welle eben): eingehende Nachrichten filtern, auf Spam prüfen, in der Korrespondenz suchen, Medien analysieren, Nachrichten weiterleiten und in manchen Fällen in meinem Namen antworten.
Zum Beispiel, wenn bei den eingehenden Nachrichten offensichtlicher Crypto-Spam ist, kann Volna so etwas antworten wie „das ist Vlads Assistent, ich werde die Nachricht weiterleiten“.
Volna hat auch einen eigenen Twitter.
Geschmack ist nicht die Anzahl der Integrationen, sondern ihre Vernetzung
Ein separater Teil von Volna ist das Health-Tracking.
Sie synchronisiert Fitbit-Daten: Schlaf, Puls, HRV, SpO2, Hauttemperatur, Readiness, Aktivität und andere Metriken. Parallel dazu protokolliert sie Essen anhand von Fotos und verfolgt Medikamente. Der Sinn ist, die Quellen mit nützlichem Kontext zu verbinden: ob die Erholung nachlässt, ob Schlafmangel mit schlechterer Ernährung einhergeht und ob es sich lohnt, jetzt darüber zu berichten.
Geschmack ist explizites Verhalten
Eine weitere Entscheidung, mit der ich zufrieden bin, ist die Organisation von Skills und Tools, die bei Bedarf über Sub-Agenten geladen werden. Das System weiß genau, wann es im Gedächtnis suchen, wie es Spotify, Todoist, Workflowy, Typefully und andere Dienste nutzen soll. Das macht das Verhalten maximal editierbar und deterministisch.
Und Volna hat Zugriff auf ihren eigenen Code, debuggt sich regelmäßig selbst und nimmt Verbesserungen vor. Selbstständig.
Geschmack ist Beobachtbarkeit
Um Volna herum habe ich ein Dashboard aufgebaut: Logs, Sitzungsverlauf, Tool-Aufrufe, Zeitplanstatus, Deferrals, Prozessgesundheit, Token-Statistiken und Gedächtnismetriken.
Wenn ein Assistent in meinem Namen handelt, darf er keine Blackbox sein.
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Ich denke, das Hauptproblem von personal AI liegt derzeit nicht in der Autonomie.
Es liegt im Geschmack.
Darin, sich zu erinnern.
Wann zu sprechen.
Wann zu schweigen.
Was für wichtig zu halten.
Und wie man aus Gedächtnis, Timing, Kanälen und Werkzeugen etwas wirklich Persönliches zusammenstellt, nicht nur eine weitere Produktivitätsschicht mit einem Chat oben drauf.
❗️❗️❗️❗️❗️❗️❗️❗️ / Nicht in der Russischen Föderation verboten
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