Ich war im Frauenfilm und es hat mir sogar stellenweise gefallen

Die Rede ist von «К себе нежно», einer Adaption des gleichnamigen Buches über Selbsthilfe, Selbstliebe und diese ganze Pop-Psychologie, auf die ich immer mit Skepsis schaue.

Der Film ist natürlich nach allen Regeln der lyrischen Melodramatik gemacht, mit einer Heldin, die am Ende alle Hindernisse überwindet, sich mit ihren Dämonen versöhnt und frei und glücklich wird.

Aber erstens ist er großartig gespielt – Karina Razumovskaya ist wunderbar in einer für sie (für das Publikum) unerwarteten Rolle, Artyom Tkachenko überzeugt als verletzlicher Mann mittleren Alters, und Olga Medynich lockert alles mit lustigen Punchlines auf.

Zweitens kommt er ohne direkte Moralisierung aus und sagt nicht, dass man so nicht leben soll und so schon – er erzählt ehrlich die Geschichte eines einzelnen Menschen in konkreten Umständen. Dieser Ansatz gefällt mir. Im Gegensatz zum beschissenen Product Placement von Yandex und L'Étoile.

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