Die Detektivgeschichte hat der Generation Z die Figur von Jodie Foster wieder nähergebracht, ihre Fähigkeit, gleichzeitig stählern und zerbrechlich zu sein (und vor allem ohne Botox). Mein Freund (ein Liebhaber von europäischen Festival-Kunstfilmen) bemerkte, dass die Heldinnen es gewohnt sind, mit psychisch Kranken zu arbeiten. Und wo hat er nicht recht?....

Ein besonderer Dank an Zlotowski für die bescheidene „Tár“-Erfahrung.

Zunächst hüllt die Melancholie des Herbstes den Zuschauer ein, dann geht die Erzählung über in eine anhaltende, fast klingende Ruhe des Winters. In der Schlussszene blickt die Heldin auf den frischen Schnee, ein reinstes Symbol. Er fegt (setzt zurück) die Vergangenheit, Fehler und Schmerz und hinterlässt nur dieses Gefühl des Anfangs.

Aber wenn man die ganze visuelle Poesie wegnimmt, beobachten wir im Kern wieder die grundlegenden Fragen, auf denen das moderne Kino basiert: Familie, Liebe und Treue. Es scheint, dass in Zeiten totaler Instabilität jedes Werk den Zuschauer auf die grundlegenden Werte zurückführen will.

Ab 19. März auf der großen Leinwand, vielen Dank dafür an die Verleiher pro:vzglyad 🤍