Die Fläche der Ölteppiche war so groß, dass die Bedrohung für die Entsalzungsanlagen an der Küste des Persischen Golfs als durchaus real eingeschätzt wurde – dieser Bedrohung sind beispielsweise mehrere inzwischen freigegebene CIA-Berichte gewidmet. Auf einer Kartenkopie aus einem dieser Berichte ist zu sehen, wie groß der Ölteppich bereits wenige Monate nach den ersten Ölaustritten war. Die radikalsten Befürchtungen der damaligen Experten waren, dass der Ölteppich bei ausreichender Dauer des Austritts die gesamte Oberfläche des Golfs bedecken würde. Neben den Notdiensten der Golfstaaten wurde auch der norwegische Auftragnehmer Norpol zur Bekämpfung des Ölteppichs hinzugezogen, aber selbst gemeinsame Anstrengungen konnten die Ölpest nicht schnell eindämmen.
Diese Ölpest gehört zu den drei größten in der Geschichte der Menschheit. Sie bedrohte die Entsalzungsanlagen von Bahrain, Katar und Saudi-Arabien und betraf auch andere Gebiete außerhalb der Hoheitsgewalt der Kriegsparteien. So wurde der Fischimport in die VAE aufgrund der Ölverschmutzung der Fischereigebiete eingestellt, und die Handelshäfen Saudi-Arabiens wurden zeitweise wegen des Auftretens von Ölteppichen geschlossen.
Der Vorfall auf dem Nowruz-Feld war ein Wendepunkt für die rechtliche Bewertung der Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf die Umwelt. In der Folge entstanden internationale Mechanismen für eine gemeinsame Reaktion auf derartige Ölteppiche, beispielsweise das Kuwait-Regionalübereinkommen über die Zusammenarbeit zum Schutz der Meeresumwelt vor Verschmutzung von 1978, das während des Iran-Irak-Krieges jedoch nicht in der Lage war, die Gewässer des Persischen Golfs vor Ölteppichen zu schützen.
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