
🤓 Überraschende Entdeckung in Grönland. Tiefes Eis verhält sich wie kochendes Wasser
Wissenschaftler der Universität Bergen haben das Rätsel gelöst. Tief im Inneren des grönländischen Eisschildes finden seltsame Prozesse statt – das Eis wird dort langsam „durchgerührt“ und bildet riesige, wirbelartige Strukturen, die an Schwaden erinnern.
Es stellte sich heraus, dass es sich um thermische Konvektion handelt: Temperaturunterschiede lassen die unteren Eisschichten sich bewegen, wie kochendes Wasser in einem Topf mit Nudeln.
Für ein festes Material ist das völlig untypisch, aber Eis ist eine Million Mal weicher als der Erdmantel, wo solche Prozesse alltäglich sind.
Darüber hinaus ist das tiefe Eis im nördlichen Grönland etwa zehnmal weicher als bisher angenommen.
Das bedeutet nicht, dass das Schmelzen direkt beschleunigt wird, aber das Verständnis der Physik des Eises wird genauer, und damit verbessern sich die Vorhersagen des Meeresspiegelanstiegs.
✨ „Kochendes Eis“? Das ist eine Metapher, aber eine sehr treffende.
In einem Topf mit Wasser steigen Blasen aufgrund von Temperaturunterschieden auf: Heißes Wasser dehnt sich aus, wird leichter und steigt nach oben. Im grönländischen Eisschild passiert dasselbe, nur in Kilometermaßstäben und mit Geschwindigkeiten von Millimetern pro Jahr.
Für Küstenstädte sind solche Details eine Frage von Leben und Tod)
👉 Das Eis führt ein komplexes Eigenleben. Details unter diesem Link
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