Ich teile meine Methode zur Bewertung eines problematischen Interviews. Ich habe sie nicht erfunden, sondern irgendwo aufgeschnappt, aber als ich jetzt googelte, fand ich den Autor nicht. Also, nach dem Interview sollte man die Personen nach dem Schmerzlevel einteilen:

- Kein Problem;
- Problem vorhanden, möchte es lösen, hat aber noch nichts unternommen;
- Problem vorhanden, hat sich etwas zur Lösung ausgedacht, aber nichts unternommen;
- Problem vorhanden, hat Zeit oder Geld aufgewendet, aber nicht gelöst;
- Problem war vorhanden, hat Zeit oder Geld aufgewendet und gelöst.

Man sollte nur mit den letzten beiden arbeiten. Daher bestätige ich eine Hypothese nur, wenn der Befragte im Interview das Problem genannt und es irgendwie zu lösen versucht hat. Sonst ist es kein Problem – ein Mensch mit einem Problem wartet nicht, er tut zumindest etwas, um es zu lösen. Wenn er nur darüber nachdenkt, sind das ewig zögernde Kunden, die zwar wollen, aber nichts kaufen. Warum nehmen wir den letzten, der das Problem gelöst hat? Weil wir ein qualitativ besseres oder günstigeres Produkt anbieten können und der Verbraucher bereits versteht, wofür er bezahlt – es wird nicht schwer sein, ihm etwas zu verkaufen.