Wie wir sehen, wurden Fässer für den Transport fast aller Warenarten verwendet. Dank ihrer Form und einfachen Handhabung waren Fässer besonders für den Transport an Bord geeignet. Da ihre Größe und ihr Fassungsvermögen je nach ihrem vorgesehenen Inhalt geregelt waren, ließen sie sich leicht wiegen, lagern und Zollverfahren durchlaufen, falls die Ware Grenzen überschritt.
Und hier kommt man natürlich nicht umhin, darüber zu sprechen, wie diese Fässer hergestellt wurden. Das Böttcherhandwerk ist eines der ältesten existierenden Handwerke, denn Fässer werden seit über 2500 Jahren vom Menschen genutzt, aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts verfiel die Böttcherei, und die beiden Zweige des Böttcherhandwerks, die für die Herstellung von Fässern und Eimern für Schüttgüter zuständig waren, verschwanden weniger als 100 Jahre später vollständig. Bis heute hat nur die Kunst der Herstellung von Fässern für verschiedene Flüssigkeiten überlebt. Die scheinbare Einfachheit des Böttcherhandwerks ist trügerisch. Bevor man mit der eigentlichen Herstellung eines Fasses beginnt, muss man den Baumstamm auf besondere Weise sägen – so, dass die Holzfasern, die Nährstoffe vom Kern transportieren, senkrecht zum Brett verlaufen. Bei der Herstellung von Dauben hilft dies, ihnen einige wasserdichte Eigenschaften zu verleihen. Ein falscher Schnitt kann wiederum zu Undichtigkeiten des zukünftigen Fasses führen. Die konvexe Form des Fasses ist auch nicht zufällig entstanden: Erstens ist es so viel einfacher zu rollen und beim Transport zu manövrieren als ein Fass mit streng zylindrischer Form, zweitens ermöglicht die gebogene Form eine gleichmäßigere Verteilung der Spannung im Material beim Bewegen des Fasses von Ort zu Ort.
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