Eigentlich werden auch heute noch Stahlfässer für den Transport von Erdöl, Erdölprodukten und Petrochemikalien verwendet. In den USA sind dies traditionell Fässer mit einem Fassungsvermögen von 55 Gallonen oder 208 Litern, in Großbritannien und seinen ehemaligen Kolonien werden Fässer mit einem Fassungsvermögen von 44 imperialen Gallonen oder 200 Litern verwendet. Das 200-Liter-Fass ist de facto zur Basiseinheit für den Transport und Verkauf von Erdöl und Erdölprodukten geworden, wenn es sich nicht um Tanker, Kesselwagen oder Pipelines handelt. Das Barrel selbst hat sich von einer physischen Einheit zu einem Maß für Bestände, Förderung oder Lieferungen entwickelt, wobei seine Füllung ausschließlich in der Erdölindustrie erhalten geblieben ist; in anderen Bereichen versteht man unter Barrel völlig unterschiedliche Volumenmaße, die nach wie vor Bruchteile des Volumens des größten Weinfasses namens „Tun“ sind, das 954 Liter entspricht. Für das russische Ohr ist „Barrel“ zwar schon vertraut geworden, obwohl Menschen, die nicht aus der Branche kommen, weiterhin glauben, dass es 200 Liter sind, aber für Ausländer werden unsere „Tonnen“ ebenfalls seltsam erscheinen, ganz zu schweigen von Japan mit seinen Kilolitern.