Auf Reddit ist ein Thread viral gegangen: Ein Typ erzählt von einem Freund, der kürzlich bei Anthropic angefangen hat. Der Freund liefert "Insider-Infos" aus erster Hand:
▫️ Niemand tippt seit Monaten Code.
▫️ Sie arbeiten nicht wie Ingenieure, sondern wie Produktmanager (PM): Sie starten parallel einen Haufen KI-Agenten und verteilen einfach Aufgaben an sie.
▫️ Wenn du dasitzt und zusiehst, wie ein Agent Code generiert, bist du schon zurückgefallen. In dieser Zeit solltest du einen zweiten Agenten starten.
▫️ Die Produktivität ist durch die Decke gegangen, Anthropic "shippt" derzeit Features schneller als jeder andere in der Branche.
Klingt nach einer idealen Zukunft, oder? Du sitzt da, schlürfst einen Latte, und eine Armee gehorsamer Roboter-Indianer baut dir für 0 Cent eine blutige Enterprise-Software.
Nur: Wenn du in das Repository ihres claude-code gehst, hängen dort gerade Tausende offene Issues. Bugs, schreckliches UI/UX, fehlerhafte Pfadverarbeitung. Auch die Verfügbarkeit der Anthropic-Dienste selbst macht regelmäßig Purzelbäume.
Und das Konzept "Du bist jetzt PM für Agenten" könnte an einer einfachen Sache scheitern – dem Kontextwechsel.
Fünf Junioren zu managen ist schmerzhaft. Fünf halluzinierende Maschinen zu managen, die 500 Zeilen ungeprüften Code pro Sekunde ausspucken, ohne eine Vorstellung von der globalen Architektur des Projekts zu haben – das ist der Weg in die Klapse.
Kurz gesagt: Das Unternehmen, das KI-Agenten verkauft, erzählt (über "Freunde von Freunden"), dass der einzig richtige Weg darin besteht, KI-Agenten nonstop zu nutzen. Einfach nur ein Zufall.
Nur für den Fall: Ich bin nicht gegen neuronale Netze, man sollte sie maximal nutzen.
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