Ihr habt nicht unbedingt darum gebeten, aber ich habe es gemacht. In einem Monat plane ich eine Wiederholung, mir hat die Arbeit im kompakten Format gefallen.

War Machine / Kriegsmaschine

Reacher gegen Metal Gear. Ein Team zukünftiger Ranger fährt in die Natur, um die Staatsprüfung abzulegen, und trifft auf einen gigantischen Kampfroboter. Ein großer, lauter und stellenweise alberner Science-Fiction-Actionfilm darüber, wie die gute Fleischmaschine Alan Ritchson versucht, die sehr böse Metallmaschine daran zu hindern, einen Zug von Kadetten in Hackfleisch zu verwandeln. Wie „Predator“, nur dass statt des Predators ein Terminator da ist.

Für wen geeignet: Fans von „Reacher“ und Kojima (das Genie hat den Film bereits auf Twitter abgesegnet).


Send Help / Hilfe schicken

Gesinde gegen den Herrn. Nach einem Flugzeugabsturz bleiben eine ahnungslose Büroangestellte und ihr widerlicher sexistischer Chef die einzigen Überlebenden auf einer Insel, wo sich sehr schnell herausstellt, dass man nicht so sehr gegen die Natur, sondern gegeneinander kämpfen muss. Stellenweise amüsant, an anderen Stellen banaler tropischer Survival-Streifen über den Geschlechter- und Klassenkampf; Sam Raimi kann es definitiv besser. Wie „Triangle of Sadness“, nur dass es gleich in der Mitte beginnt.

Für wen geeignet: Liebhaber von Kapitalismuskritik und Lesern von Stephen Kings „Misery“ (nicht unbedingt gleichzeitig).


Cold Storage / Die Seuche

Lageristen gegen Cordyceps. Unter einem gewöhnlichen Komplex mit Mietlagern verbirgt sich eine alte Militäranlage, in der eine unangenehme außerirdische Schimmelpilzart gehalten wurde, die nun einen Ausflug machen will. Eine schwarze Science-Fiction-Komödie mit Vibes von Michael Crichton und nicht sehr cleverer 80er-Jahre-Sci-Fi, bei der die KPIs für schleimige Biomasse und giftige Brühe erfüllt sind, aber der Humor stellenweise fehlt (obwohl der Gag über Liam Neesons Rücken natürlich der Hammer ist). Wie „Tremors“, nur mit Pilz-Zombies statt unterirdischer Würmer.

Für wen geeignet: anspruchslose Liebhaber von Oldschool-Trash-Sci-Fi.


Mike & Nick & Nick & Alice / Mike und Nick und Nick und Alice

Temporale Doppelgänger gegen organisierte Kriminalität. Der Gangster Nick kommt aus der Zukunft, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren: Aus Eifersucht hat er seinen Kumpel Mike hereingelegt, und nun versucht er, alles rückgängig zu machen. Ein flotter und durchgeknallter Comedy-Actionfilm mit gutem Tempo, farbenfrohen Charakteren und ordentlichen Schießereien. Wie „Zurück in die Zukunft“, nur statt des Schulballs eine Mafia-Party im Stripclub und statt Marty drei Kerle mit Pistolen.

Für wen geeignet: Fans von flottem Gemetzel mit guter Musik.


Crime 101 / Überfall in Los Angeles

Thor gegen Hulk. Detective Loubesnik (Mark Ruffalo) ermittelt jahrelang in einer Kette von Juwelenrauben im wahrsten Sinne des Wortes, die scheinbar nichts miteinander verbindet, außer dass sie alle entlang der Autobahn 101 verübt wurden, die von Los Angeles nach San Francisco und weiter nach Norden führt. Der sehr vorsichtige Räuber Mike (Chris Hemsworth) überfällt jahrelang Juweliergeschäfte und Transaktionen entlang der 101, und in seiner Freizeit führt er unbeholfene soziale Gespräche mit Prostituierten und träumt davon, sich zur Ruhe zu setzen. Na klar – ein angespannter, vielschichtiger, fast Michael-Mann-hafter Kriminalthriller mit Respekt vor den Profis auf beiden Seiten des Gesetzes, stiller Sehnsucht nach einem anderen Leben und dem unvermeidlichen frontalen Zusammenprall zweier müder Männer. Wie „Heat“, nur nicht „Heat“.

Für wen geeignet: alle, die es leid sind, auf einen neuen Michael-Mann-Film zu warten, und nichts gegen einen qualitativ hochwertigen Ersatz haben – auch wenn er an Originalität, Dynamik und Glanz der Umsetzung nachgibt.

#habe_den_film_gesehen