Wie man schneller zeichnet. Drei Lifehacks für Comiczeichner. Ohne KI und pseudospirituelle Kurse.

1. Zeichnen Sie in Stapeln von 4-5 Seiten
Wechseln Sie erst dann zum nächsten Arbeitsschritt, wenn der Stapel fertig ist: zuerst fünf Seiten skizzieren, dann alle fünf konturieren, dann füllen, dann Schatten und Licht, dann Sprechblasen.
Warum? Das Gehirn verlangt überraschend viel für den Wechsel der Tätigkeit. Kein Scherz: Der Wechsel vom separaten Zeichnen jeder Seite (von der Skizze bis zum Finale) zum Zeichnen in Stapeln verkürzt die Arbeitszeit sofort um etwa die Hälfte. Und das ohne Änderung der Zeichentechnik und ohne neue Fähigkeiten!
Die optimale Stapelgröße beträgt 4-5 Seiten, danach lässt der Beschleunigungseffekt nach oder kehrt sich sogar um (auch für zu viel Eintönigkeit verlangt das Gehirn einen hohen Preis).

2. Verwenden Sie digitale Mannequins
Poser, Daz und andere Programme mit digitalen Puppenmenschen sind Ihre besten Freunde.
Ich empfehle auch, Blender zumindest auf einem grundlegenden Niveau zu lernen: um einfache Szenengeometrie zu erstellen, damit Sie nicht nur Posen, sondern auch Perspektive und Anordnung von Objekten nicht mehr „aus dem Kopf“ quälen müssen.

3. Verwenden Sie 3D-Referenzen
Ihr bester Freund hier ist Sketchfab. Unzählige Tausende digitalisierter realer Orte, Menschen, Museumsstücke sowie von Grund auf neu erstellte 3D-Modelle. All dies kann aus jedem Winkel gedreht werden.
Viele Modelle können heruntergeladen und in denselben Daz, Poser und Blender neben Ihren digitalen Mannequins platziert werden, um ein hervorragendes Gerüst für die zukünftige Szene zu schaffen.
Ein separater Lifehack: Entfernen Sie Kleidung und Haare von kostenlosen Sketchfab-Modellen und ziehen Sie sie Ihren Puppen an, um sich auch hier die Arbeit etwas zu erleichtern.

Wer gibt die Ratschläge? Ihr Kollege, Comiczeichner, Autor des Comics „Geschenke des Treibeises“ (Gifts of wandering ice). Damit Sie nicht wie ich 16 Jahre lang aus Ihren Fehlern lernen müssen.

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