⚠️ Ein Vitamin in hoher Dosis, nicht die Umwelt, erhöht das Krebsrisiko sogar bei der nächsten Generation.

Eine Kohortenstudie JAMA Neurology (mit 3,4 Millionen Menschen aus Dänemark, Norwegen, Schweden) ergab ein 2,7-fach erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern (unter 20 Jahren) von Müttern mit Epilepsie, die während der Schwangerschaft ≥1000 µg Folsäure/Tag erhielten (aHR 2,7; 95% CI 1,2–6,3).

Fakten aus der Studie
Risikogruppe: Kinder von Müttern mit Epilepsie + hohe Folsäuredosen (durchschnittlich 4300 µg/Tag).
Kontrolle: Kinder derselben Mütter ohne Folsäure – normales Risiko (0,6 %).
Einnahme von Antiepileptika ohne Folsäure: Risiko nicht erhöht.
Beobachtungszeitraum von 1997 bis 2017.

Primärdaten: 27.784 Kinder von Müttern mit Epilepsie; 5934 unter Folsäure – 18 Fälle vs. 29 Fälle einer diagnostizierten Krebserkrankung (signifikant, p=0,01).

Präparate mit hoher Folsäuredosis sind als Arzneimittel und als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
Bei bestimmten Erkrankungen (diagnostiziert und gemäß der Internationalen Klassifikation der Krankheiten) sind hohe Dosen Folsäure gerechtfertigt. In anderen Fällen nicht.

Bei der Schwangerschaftsplanung empfehlen alle klinischen Leitlinien dasselbe: 400 µg Folsäure in beliebiger Form sind notwendig und stellen eine zuverlässige Prävention schwerer Neuralrohrdefekte dar.

Man kann die Folsäurekonzentration in einer verfügbaren Laboranalyse überprüfen. Und meistens sieht man normale Werte und beruhigt sich.

Einige Ärzte und Ernährungsberater verängstigen mit Mangelzuständen, erfinden optimale Werte und empfehlen hohe Folsäuredosen zur Vorbeugung von der Medizin unbekannten Krankheiten. Hier gibt es eine ganze Sekte der „Methylierung“.

Im amerikanischen Recht besteht die Möglichkeit, eine Klage gegen ein Pharmaunternehmen zu gewinnen, das mögliche, auch langfristige Nebenwirkungen nicht angegeben hat. Ein Arzt, der unbegründet eine überhöhte Dosis wählt, wird ebenfalls bestraft.

In Russland gibt es keine Instrumente, um einen Zusammenhang zwischen späteren Krebserkrankungen und der Einnahme von „Vitaminen“ vom Marktplatz nachzuweisen.

Überprüfen Sie daher selbstständig Verschreibungen und Empfehlungen von Vitaminen, insbesondere während der Schwangerschaft.

@drakarasev