Heute wird der Internationale Tag des Labordiagnostikers gefeiert.

Ich liebe diesen Beruf aufrichtig.
Wo Zahlen verglichen werden, gibt es Raum für Genauigkeit, und jedes Jahr kommen neue Methoden zu den Tausenden bestehenden hinzu.

Vor 14 Jahren haben wir in einem großen Krankenhaus Methoden der Pharmakogenetik eingeführt, um Patienten mit hohem Risiko auszuwählen und schwerwiegende Nebenwirkungen zu vermeiden.

Vor 12 Jahren haben wir PCR-Labore automatisiert, was die Ausgabe von Ergebnissen für eine der gefragtesten Methoden in der Infektionsdiagnostik beschleunigte.

Vor 10 Jahren haben wir in Russland den ersten standardisierten Mikrobiota-Test entwickelt. Jetzt ist die Zeit gekommen, seine breite klinische Anwendung zu begründen.

Vor 5 Jahren haben wir ein Labor für therapeutisches Drug Monitoring gestartet, bei dem durch die Bestimmung der Medikamentenkonzentration im Blut des Patienten ein personalisierter Ansatz umgesetzt werden konnte. Dadurch wurde die Anwendung eines neuen Medikaments zur Behandlung von Tuberkulose bei Kindern angepasst.

Hunderte von Konferenzen, Expertenräten, Tausende von Briefen und Hunderttausende von Reagenzgläsern in dieser Zeit.

Aber nicht alles hat geklappt. Die Analyse der oralen Mikrobiota zur Prognose von Zahnbehandlungen, die Laboranalyse des Ansprechens auf Migränetherapie, die Analyse von Neurofilamenten zur Bewertung der Dynamik komplexer neurologischer Störungen, die Analyse der Anzahl regulatorischer T-Lymphozyten haben keinen Eingang in die breite Praxis gefunden.

Man darf nicht aufhören. Man muss ausprobieren, kombinieren, den klinischen Sinn suchen, die Wirtschaftlichkeit der Methode berechnen und den Mut finden, Unnötiges zu verwerfen. Das tue ich weiterhin.

Allen Kollegen und allen, die mit der klinischen Labordiagnostik zu tun haben – alles Gute zum Feiertag!

@drakarasev