
🧬 Tag der DNA-Entdeckung: Die Helix, die die Welt veränderte
Am 25. April 1953 veröffentlichten James Watson und Francis Crick in der Zeitschrift Nature das Modell der DNA-Doppelhelix – den Schlüssel zum Verständnis der Vererbung. Sie nutzten Röntgenaufnahmen von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins, die eine klare „X-förmige“ Struktur zeigten.
Wir möchten eine Struktur für das Salz der Desoxyribonukleinsäure (DNA) vorschlagen. Diese Struktur hat neue Eigenschaften, die von erheblichem biologischem Interesse sind. Eine Struktur der Nukleinsäure wurde bereits von Pauling und Corey vorgeschlagen. Sie haben uns freundlicherweise ihr Manuskript vor der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ihr Modell besteht aus drei miteinander verflochtenen Ketten, wobei sich die Phosphate nahe der Faserachse und die Basen außen befinden. Unserer Ansicht nach ist diese Struktur aus zwei Gründen unbefriedigend: (1) Wir glauben, dass das Material, das die Röntgendiagramme liefert, ein Salz und keine freie Säure ist. Ohne saure Wasserstoffatome ist unklar, welche Kräfte die Struktur zusammenhalten, insbesondere da sich die negativ geladenen Phosphate in der Nähe der Achse gegenseitig abstoßen würden. (2) Einige Van-der-Waals-Abstände scheinen zu klein zu sein.
Mir gefällt dieser Darstellungsstil – klar und sachlich beschrieben sie ihre Entdeckung und widerlegten argumentativ die Meinung des bereits mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Pauling.
Dieses elegante Modell erklärte, wie sich DNA repliziert: Die beiden Stränge der Helix trennen sich, jeder dient als Vorlage für einen neuen. Der Nobelpreis von 1962 (Watson, Crick, Wilkins) markierte eine Revolution in Biologie, Genetik und Medizin.
Allen einen schönen DNA-Tag!
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