
Jedes Mal werde ich davon überzeugt, dass nichts zufällig passiert. An einem Tag erlebe ich einen heftigen Streit mit einem nahestehenden Menschen und versuche, Wege zu finden, ihn zu verarbeiten, ohne negative Folgen zu haben. Am nächsten Tag stoße ich beim Lesen eines Buches auf dieses Schema. Wir haben das Werkzeug Reframing im Training kennengelernt, und es erwies sich auch in meiner Situation als anwendbar.
Der Kern besteht darin, die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten: den Streit, das unangenehme Gespräch, die Situation, in der es schwerfällt, die Position des anderen zu akzeptieren, weil verletzte Gefühle (Wut, Groll, Scham usw.) im Spiel sind. Das hilft, eine andere Sichtweise auf die Situation zu finden und sie neu wahrzunehmen. Kurz gesagt, um die emotionale Intensität zu senken, wenn sie überkocht, und dem Gegenüber in den eigenen Augen die Chance zu geben, wichtige Motive zu haben.
⭐️1. Position - wir erzählen die Situation (in meinem Fall den Streit) aus der Ich-Perspektive. Wie es war. Was mich genau getroffen hat. Warum ich so reagiert habe.
⭐️2. Position - wir erzählen dieselbe Situation, als ob Sie Ihr Gegenüber wären. Wie es war. Was genau getroffen hat (Sie, wenn Sie er wären). Warum er so reagiert hat.
⭐️3. Position - wir erzählen dieselbe Situation, als ob Sie ein unbeteiligter Beobachter wären, der den Kontext nicht kennt, z.B. ein Gast im Café am Nebentisch. Wie es war. Was diese beiden getan haben.
Diese Technik versetzt einen buchstäblich in die Denkweise eines anderen Menschen und zeigt auch, wie die Situation von außen ohne den Kontext verletzter Gefühle aussieht. Nutzen Sie sie, um die Grenzen Ihrer eigenen Überzeugungen über die Situation zu sprengen. Und um im Moment durchzuatmen.
#zum_Nachdenken
*Verwendete Materialien aus dem Buch „Coaching-Meisterschaft“ von Sylviana Cannio und Viviane Launer
Kommentare
0Noch keine Kommentare.
Melde dich an, um mitzudiskutieren.