Es ist immer schwer, etwas Neues anzufangen: morgens joggen, einen Blog führen, eine neue Sprache lernen. Aber wenn du gerade anfängst, hast du einen wunderbaren natürlichen Doping – das Gefühl der Neuheit. Du surfst auf den Dopaminwellen und es ist großartig. Neue Empfindungen, neue Erfahrungen, alles cool.
Aber wenn du diesen Weg plötzlich noch einmal gehen musst, wird er nicht mehr so lustig und schön. Und statt des Gefühls der Neuheit hast du jetzt irgendwo im Hintergrund das nagende Gefühl, dass du schon einmal gestolpert bist. Und alles bewegt sich so knarrend, dass man am liebsten die Hand aufgeben möchte.
Normalerweise brauche ich für einen Beitrag höchstens eine Viertelstunde. Heute habe ich fast eine Stunde daran gesessen und etwa die Hälfte der Zeit habe ich nur auf den blinkenden Cursor in der Mitte einer leeren Seite gestarrt, um einleitende Worte zu finden.
Dabei habe ich definitiv etwas zu erzählen. In letzter Zeit habe ich zwei Bücher von Newport gelesen, den „101 Post“ ordentlich aktualisiert, ein paar neue Nebenprojekte gestartet und es geschafft, am Wochenende nach Sankt Petersburg zu fahren.
Kurzum, ich versuche, wieder zum Blog zurückzukehren. Und ich muss nicht einmal auf Montag warten, denn heute ist ja Montag.
Und wenn ihr etwas habt – eine Beschäftigung, ein Hobby, ein Buch, Pläne – zu dem ihr einfach nicht zurückkehren könnt, betrachtet das als Zeichen von oben: Es ist Zeit für einen weiteren Versuch. Heute.
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