Wissenschaftler führten ein Experiment durch: Sie luden 198 Personen ein. Diese wurden gebeten, 6 kontroverse politische Themen (Sanktionen, Reformen, Iran, Gesundheitswesen und andere) auf zwei Skalen von 1 bis 7 zu bewerten: „Unterstützung“ (inwieweit unterstützen Sie diese Politik, von „strikt dagegen“ bis „strikt dafür“) und „Verständnis“ (wie gut verstehen Sie, wie diese Politik funktioniert, von „sehr schlecht“ bis „sehr gut“).

Anschließend wurden die Teilnehmer gebeten, eine Aufgabe durchzuführen: Schritt für Schritt den Mechanismus zu beschreiben, wie genau diese Politik zu ihren Ergebnissen führt. Dabei sollten sie so vollständig und detailliert wie möglich sein. Am Ende sollten sie erneut zu denselben Themen Stellung nehmen.

Was geschah?
1️⃣ Bei den Teilnehmern setzte ein Denkprozess ein. Einige erkannten, dass sie nicht verstehen, wie es funktioniert. Die Selbsteinschätzung des Verständnisses fiel von 3,82 auf 3,45 Punkte. Das Ergebnis ist statistisch signifikant auf dem Niveau: p<0,001.
2️⃣ Der Radikalismus nahm ab, der Grad der Extremität der Urteile sank von 1,41 auf 1,28 (das Ergebnis ist statistisch signifikant: p<0,016).

Sobald ein Mensch beginnt, sich mit Details zu befassen, entfernt er sich zwangsläufig von extremen Positionen. Der Verstand ersetzt das kategorische „Ich bin zu 100% sicher“ durch „Nicht alles ist eindeutig“. Daher verstehen Menschen, die extreme Positionen zu einer politischen Frage vertreten, dieses Thema in der Regel viel schlechter, als sie glauben.

Die Fähigkeit zu überprüfen, worauf eine bestimmte Behauptung beruht, wird zur wichtigsten Überlebensfähigkeit. Bevor Sie einer These glauben, prüfen Sie, auf welchem „Sand“ sie steht.


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