Haben mit Freundinnen „Die Dinge“ von Georges Perec gelesen und schauen jetzt misstrauisch auf unsere eigenen Einkäufe 😂

Wenn ihr ein ungewöhnliches Genre ausprobieren wollt, kann ich es sehr empfehlen. Es gibt hier fast keine Dialoge und Gedanken der Helden. Dafür gibt es DINGE. Viele Dinge. Sehr viele Dinge.

Das Buch wurde in den 60ern geschrieben, und es fühlt sich an, als hätte Perec unsere Warenkörbe auf Marktplätzen und Wunschlisten gesehen.
Überhaupt ist es eine erstaunlich aktuelle Geschichte darüber, wie man nicht einfach nur eine Sache kaufen möchte, sondern mit ihr eine neue, schöne und möglichst etwas erfolgreichere Version von sich selbst erlangen möchte.

Und wenn man es nicht nur als Geschichte über Dinge liest, sondern auch als Anlass, ein wenig in sich hineinzuschauen, kann man sich ein paar Fragen stellen:

🤩Was fühle ich, wenn ich etwas kaufe, das ich mir schon lange gewünscht habe?
🤩Welche Emotion oder welchen Zustand versuche ich durch Dinge zu erreichen?
🤩Wenn ich die Möglichkeit, Dinge zu kaufen und zu besitzen, wegnähme, womit würde ich das Gefühl „mir geht es gut“ füllen?
🤩Wenn ich niemandem etwas beweisen müsste, was würde ich an meinem Lebensstil ändern?

Kurzum, das Buch verspricht, über Dinge zu sprechen, und kann am Ende durchaus zu einem Gespräch mit sich selbst führen.

Wer hat es gelesen? Welche Gedanken oder Fragen sind euch nach dem Buch geblieben?

#на_подумать