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— so lautete die Überschrift eines Threads auf Threads.

Ich schnaubte nur.
Na gut, erschreckt mich mit Buchstaben im Internet. Ich drücke 50 kg beim Bankdrücken, ich habe Asthma überwunden! Und was soll’s, ich habe es geschafft, Omsk zu verlassen! Kurz gesagt, kein Mensch, sondern ein Fels.
(Spoiler: nein).

Es war am Morgen. Ich war noch nicht einmal aus dem Bett aufgestanden. In dem Thread beschrieben Frauen detailliert und anschaulich eine Endometriumbiopsie ohne Betäubung. Ich las und spürte buchstäblich mit der Haut, wie die Instrumente in einem kalten Behandlungszimmer klirrten. Die Kommentare gossen Öl ins Feuer: „Und bei mir wurde es live gemacht…“, „Und mir wurde gesagt: ‚Nichts, du hältst das aus‘…“.

Kurzum, ich war bis ins Mark beeindruckt. Ich beschloss, mit dieser Lektüre Schluss zu machen und endlich ins Bad zu gehen.

Und hier beginnt der absurdeste Teil, über den ich gleichzeitig lachen und erschaudern kann, welche Folgen er hätte haben können.

Ich sitze also auf der Toilette und spüre: Mir wird schwarz vor Augen. Letzter Gedanke: „Ich muss mich hinsetzen, warten, bis es vorbeigeht…“.

Nächste Szene: Ich liege. Ich denke: „Warum ist das Bett so hart? Und warum sehe ich als erstes Shampoo?“. Die Erkenntnis kommt langsam: Ich bin nicht im Bett. Ich liege auf dem Fliesenboden im Bad. Und anscheinend bin ich nicht allein, sondern mit einer Blutlache.


Erster Gedanke: „Oh, Nasenbluten, kommt vor.“
Zweiter Gedanke, als ich zum Spiegel kroch: „Verdammt, Quentin Tarantino, hast du das gedreht?“.

Das halbe Gesicht war mit Blut verschmiert, ich sah aus, als wäre ich gerade aus einem Bärenkäfig gestiegen und der Bär hätte verloren.

Offenbar hatte mein Körper, als das Bewusstsein beschloss, den Chat zu verlassen, einen Flug von der Toilette direkt auf den Duschboden gemacht. Ich schlug mir den Kopf auf, schnitt mir das Augenlid auf, und es blutete stark.

In diesem Moment kam mein Mann vom Spaziergang zurück. Sein Gesichtsausdruck in diesem Moment verdient einen eigenen Post.

Wenn er dachte, er sei mit einer starken Frau verheiratet, dann wurde ihm an diesem Morgen klar, dass sie einfach durch das Lesen von Threads in Ohnmacht fallen kann.👍

Das habe ich auch über mich gelernt😂

Das Ergebnis meiner morgendlichen Social-Media-Lektüre:

1) Fahrt in die Notaufnahme mit einer Platzwunde an der Augenbraue und Kopfschmerzen. Wir waren 6 Stunden dort, das war die Hölle;

2) Stiche am Augenlid

3) Sport lieber 10 Tage aussetzen, um Narbenbildung zu vermeiden. Es ist schließlich das Gesicht, man möchte doch hübsch sein)

4) CT des Gehirns, das bestätigte: Ich habe ein Gehirn! (Zu diesem Zeitpunkt begann ich zu zweifeln), keine Schäden. Also funktioniere ich normal.

Ich halte Sitzungen mit Klienten ab, morgen mache ich den ersten Anruf mit einer neuen Gruppe.

Überraschenderweise habe ich kein blaues Auge auf dem halben Gesicht und keine starke Schwellung. Ich kann es mit den Haaren verdecken, und man würde nicht einmal ahnen, dass ich mich vor ein paar Tagen verletzt habe.

Das Augenlid heilt gut, in drei Tagen werden die Fäden gezogen.

Was ist die Moral? Ich werde nicht mit dem Vagusnerv, der vasovagalen Reaktion und der Unterschätzung von Stress nerven.

Ich sage eine ganz einfache Sache. So einfach, dass es nervt.

Lest vor dem Mittagessen keine sowjetischen Zeitungen und keine Morgen-Threads über Gynäkologie😃

Macht meinen Hummelflug vom weißen Thron nicht nach.

Und welche absurden Geschichten habt ihr erlebt? Teilt sie in den Kommentaren