
Wenn Sie denken, dass nur in Russland kringelige Serien gedreht werden, dann wird „Vanished“ (Verschwunden) Ihnen das Gegenteil beweisen
Die Miniserie mit Kaley Cuoco aus „The Big Bang Theory“, Sam Claflin aus „Die Tribute von Panem“ und Matthias Schweighöfer aus Deutschland sieht auf dem Papier aus wie ein spannender Thriller über einen plötzlich verschwundenen Verlobten (während einer Reise durch Frankreich) und ein Netz aus Intrigen, das unter anderem auch Platz für Menschenhandel bietet.
In Wirklichkeit ist es jedoch so ein zweitklassiger Mist, dass man nur staunen kann (man erinnert sich sogar an den Satz „man staunt nur“). Angefangen beim Vorspann auf dem Niveau von TV-Projekten von Rossija-1 bis hin zu Szenen, in denen Cuocos Figur, die sich auf der Flucht befindet, sich die Haare macht (!). In 4 Folgen gibt es eine ganze Reihe solcher Episoden, bei denen man sich immer wieder an den Kopf fassen möchte (besonders in dieser Hinsicht hat sich die unzerstörbare Journalistin hervorgetan, die versucht, der Hauptfigur zu helfen).
Der einzige Lichtblick in dieser Geschichte ist die Kulisse von Marseille. Die örtlichen Gassen sind viel lebendiger als die hiesigen Charaktere und das kopierte Drehbuch.
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