💻 Wo Modelle ausführen, wenn zu Hause keine leistungsstarke GPU vorhanden ist? #MLSTART

Nicht jeder hat zu Hause eine RTX 4090 (und das ist völlig in Ordnung 😄). Aber das ist überhaupt kein Grund, Experimente mit ML und LLM aufzuschieben. Am Anfang kann man fast alles in der Cloud erledigen – schnell, günstig (manchmal kostenlos) und ohne Schmerzen bei der Einrichtung der Umgebung.

Hier sind zwei Optionen, die ich selbst genutzt habe 👇

🏟 Kaggle Notebooks

Kaggle ist nicht nur für Wettbewerbe da, sondern auch eine praktische Umgebung zum Ausführen von Notebooks mit GPU.

Was hier gut ist:
- Kostenloser Zugang zu GPU (normalerweise T4 / P100, mit Zeitlimits)
- Bereits eingerichtete Umgebung: PyTorch, TensorFlow, Hugging Face – alles sofort einsatzbereit
- Riesige Anzahl öffentlicher Notebooks – man kann sehen, wie andere Probleme lösen

Eine hervorragende Option, wenn man ML lernen, leichtes Fine-Tuning ausprobieren oder mit Datensätzen und Baseline-Lösungen herumspielen möchte.

🚀 Google Colab

Google Colab ist ein Klassiker, mit dem viele angefangen haben (und immer noch anfangen).

Vorteile:
- Kostenlose GPUs und TPUs (sitzungsbasiert, mit Einschränkungen)
- Einfaches Anbinden von Google Drive für Daten und Modelle
- Riesige Anzahl von Tutorials und Beispielen

Wenn man mehr Stabilität und Ressourcen möchte, gibt es kostenpflichtige Tarife (Colab Pro / Pro+), aber am Anfang reicht die kostenlose Version völlig aus.

💡 Wichtig zu verstehen: Überall gibt es Limits, Sitzungen können abbrechen, GPUs können nicht verfügbar sein. Für das Training riesiger Modelle reicht das nicht – aber für das Training kleiner Modelle, Experimente und Prototypen ist das überhaupt kein Problem.

Die meisten Aufgaben am Anfang sind nicht „ein 70B-Modell trainieren“, sondern die Pipeline und Mechanik verstehen. Kaggle und Colab decken 80% der Lern- und Experimentieraufgaben ab und ermöglichen es, ruhig weiterzumachen.

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