
Die meisten wissenschaftlichen Studien sind falsch 🤥
Professor John Ioannidis von der Stanford University bewies im Jahr 2005, dass die meisten veröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisse falsch sind. Diese Schlussfolgerung zog er auf der Grundlage mathematischer Modellierung.
Das Problem liegt in der Nicht-Reproduzierbarkeit. Andere Wissenschaftler können das im Artikel beschriebene Experiment einfach nicht wiederholen und dieselben Daten erhalten.
Ein anschauliches Beispiel ist die Suche nach Schizophrenie-Genen: Es werden etwa 100.000 Gene getestet, von denen nur 10 tatsächlich mit der Krankheit in Verbindung stehen. Selbst ohne Manipulationen liefert die Statistik Tausende falsch-positiver Zusammenhänge. Echte Entdeckungen ertrinken einfach in einem Meer von Müll.
John Ioannidis identifizierte 6 Faktoren, anhand derer Sie gefälschte Artikel erkennen können:
1. Wenig Forschung zum Thema.
2. Schwacher Effekt (unbedeutender Zusammenhang).
3. Riesige Auswahl an Hypothesen und Flexibilität bei deren Überprüfung.
4. Freiheit bei der Interpretation von Daten und Methoden.
5. Finanzielles Interesse und Voreingenommenheit.
6. Hoher Wettbewerb zwischen wissenschaftlichen Gruppen.
Das System belohnt laute Entdeckungen, nicht zuverlässige. Wissenschaftler sind gezwungen, unter dem Druck „publish or perish“ signifikante Ergebnisse zu „finden“. Einfach ausgedrückt: Man sollte nur den Daten vertrauen, die von mehreren unabhängigen Teams reproduziert wurden. Alles andere ist nur statistisches Rauschen.
Und ja, im Jahr 2015 erklärte der Chefredakteur von The Lancet, Richard Norton, dass möglicherweise die Hälfte der wissenschaftlichen Literatur unwahr ist. Und das in der Medizin, wo Menschenleben auf dem Spiel stehen.
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