Die klassische Konzeption des Toyota Way basierte stets auf der Bekämpfung von Verlusten (Muda). Aber früher wurde „Ausschuss“ (defect) streng ausgelegt. Warum früher?

Jetzt konzentriert sich Toyota auf funktionale Qualität. Toyota sortierte Teile mit Kratzern oder Lackfehlern aus, die an für das Auge unsichtbaren Stellen liegen, z. B. unter der Motorhaube oder im Inneren der Instrumententafel. Jetzt werden solche Teile akzeptiert, wenn sie ihre Funktion zu 100 % erfüllen.

„Die Käufer bemerken 90 % dieser Mängel einfach nicht. Wir geben Milliarden für Dinge aus, die keinen Mehrwert bringen.“ — Einkaufsmanager Shōji Nishihara.


Darf man, aber warum?
Jahrzehntelang war Toyota ein Qualitätsfanatiker – das perfekte Aussehen jeder Schraube war eine Ehrensache. Heute werden Falten im Innenraum zur Norm. Und morgen? Kratzer auf der Karosserie? Ungleichmäßige Schweißnaht?
Es geht darum, dass dies jährlich etwa 1,3 Milliarden US-Dollar einsparen wird.

💡 Interessante Tatsache: Wussten Sie, dass dem Toyota-System das Prinzip „Jidoka“ (Autonomisierung) zugrunde liegt? Es entstand, bevor Toyota Autos herstellte. Sakichi Toyoda erfand einen Webstuhl, der selbst stoppte, wenn ein Faden riss. Dies verhinderte die Produktion von fehlerhaftem Stoff.

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