In den letzten Wochen habe ich endlich dem wilden Hype um Vibe-Coding nachgegeben und mich kopfüber hineingestürzt. Habe mir Claude installiert und ein Abo abgeschlossen.

Die ersten Tage waren euphorisch. Produkte, die ich früher bei Entwicklern bestellt und monatelang darauf gewartet habe, habe ich selbst an einem Abend erstellt. Das war ein unglaubliches Hochgefühl.

Dann habe ich mich an etwas Komplexeres gewagt, und da tauchten die ersten Fehler auf. Claude hat zwar etwas an einer Stelle korrigiert, aber dafür an einer anderen etwas kaputt gemacht. Wenn ich ihn bat, es zu überarbeiten, ging wieder etwas anderes schief. Und da wurde mir klar: Wenn du nicht zumindest grundlegend verstehst, was er unter der Haube generiert, kannst du ein funktionierendes Ergebnis nicht von einem schönen, aber nicht funktionierenden unterscheiden. Oder du kannst den aufgetretenen Bug einfach nicht beheben.

Ich denke jetzt über ihn wie über einen Praktikanten mit sehr breitem Wissen. Er erledigt eine riesige Menge Arbeit schnell. Aber man muss ihn ständig überprüfen und lenken. Und es gibt Aufgaben, die man einem Praktikanten nicht anvertrauen würde, egal wie klug er ist.

Analytik, Recherche, Struktur, einfache Prototypen – ja, das geht. Aber komplexe Entwicklung und Entscheidungsfindung würde ich ihm nicht anvertrauen.

Teilt in den Kommentaren: Welche Aufgaben konntet ihr mit Claude automatisieren?

Mein Kanal: Ilja Kramnik