









Vor kurzem bin ich auf Fotoalben gestoßen, die mein Vater einst zusammengestellt hatte. Beim Durchblättern erinnerte ich mich plötzlich lebhaft an meine kindliche Bewunderung für seine Aufnahmen. Es waren nicht nur einfache Fotos von Menschen.
Die Porträts waren Teil der Landschaft. Und was war das für eine ganze Kartei von Vögeln mit Beschriftungen, aufgenommen mit einer Fotobüchse – Bilder, in die man sich vertiefen wollte.
Mich faszinierte dieses rote Zimmer. Geheimnisvoll, halbdunkel. Ich erinnere mich, wie ich hineinging – und die Stimme meines Vaters ertönte: „Mach schnell die Tür zu.“
Beim Durchblättern dieser Alben jetzt wurde mir plötzlich klar: Meine Liebe zur Fotografie beginnt genau dort. Ich habe diese Bilder, diesen Blick förmlich in mich aufgesogen – und trage ihn durch mein Leben. Ich bewahre bis heute liebevoll seine Fotobüchse und die Fotos auf. Die „Zenit“ ist leider nicht erhalten – meine Schwester und ich haben sie als Kinder im Wald vergessen. Damals haben wir Papa sehr traurig gemacht: Für ihn war diese Kamera eine Erinnerung an seine Studienzeit.
Aber das Wichtigste ist wohl geblieben. Es ist in mir geblieben.
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