S&P 500 schloss drei Wochen in Folge mit einem Anstieg von über 3%: +3,36%, +3,55% und +4,53%. Seit 1950 ist dies nur zweimal vorgekommen, in den Jahren 1982 und 2020 (gelb hervorgehoben).

Die klassische bullische Interpretation stützt sich genau auf diese Fälle - nach 12 Monaten lag der Markt um über 30 Prozent höher. Aber eine Stichprobe von zwei Beobachtungen erscheint unzureichend, um Entscheidungen mit echtem Risiko zu treffen.

Eine erweiterte Analyse über gleitende 15-Tages-Abschnitte (d.h. Serien von 5+5+5 Tagen müssen nicht mehr am Montag beginnen und am Freitag enden) ergibt bereits 8 ähnliche Fälle.

Das Bild wird stabiler:

- Nach 3 Monaten stieg der Markt in 100% der Fälle, durchschnittlicher Zuwachs +8,37%;
- Nach 6 Monaten ebenfalls 100% positive Ergebnisse, durchschnittlicher Anstieg +15,2%.


Der einzige "verderbte" Fall ist 1987. Ein starker bullischer Trend endete in einer Katastrophe vor dem Hintergrund eines Zinssprungs und des Crashs am Schwarzen Montag (Black Monday) am 19. Oktober 1987. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie ein externer Schock selbst einen idealen Impuls zerstört. Heute könnte ein solcher Schock jederzeit vom US-Präsidenten ausgehen.

An der Börse gibt es keine Vorherbestimmtheit, nur Wahrscheinlichkeiten.