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Im Anschluss an den kürzlichen Beitrag darüber, wie Oracle Ingenieure zwang, KI zu trainieren, und dann 30.000 Menschen vor die Tür setzte, um Boni zu sparen – falls Sie dachten, das sei eine einmalige Aktion von Unternehmensgier, willkommen zum strukturellen Wandel des Marktes.

Brian Armstrong (CEO von Coinbase) veröffentlichte einen Brief, in dem er beiläufig die Entlassung von 14% der Belegschaft mitteilte. Sie kürzen nicht nur die Kosten. Sie bauen das Unternehmen in ein KI-natives Format um. Die wichtigsten Takeaways aus seinem Brief:

1️⃣ Tod der "reinen Manager". Null "reine" Manager. Jetzt muss jeder Lead bei Coinbase ein individueller Contributor sein. Wenn Sie in den letzten drei Jahren nur Dailys organisiert, Tickets verschoben und bei 1-to-1s gefragt haben "Wie geht's?", ist Ihre Position gestrichen. Ein Manager ist jetzt ein spielender Trainer, der bis zu den Ellenbogen im Code steckt.
Es gibt maximal 5 Hierarchieebenen vom CEO bis zur Basis. Schichten verlangsamen die Arbeit und schaffen eine "Koordinationssteuer".
2️⃣ One-Person-Team. Das Unternehmen wechselt zu Mikro-Teams und "Ein-Personen-Teams" (Ingenieur + KI-Agenten, die Design und Produktmanagement ersetzen).

Und das ist nicht nur eine lokale Marotte von Armstrong. Es ist ein Trend. "Wedomosti" veröffentlichte einen hervorragenden Marktüberblick. Im Februar kaufte Apple das Startup invrs.io, das aus genau einem Mitarbeiter bestand. Konzerne kaufen jetzt keine Teams mehr, sondern die Expertise einer einzelnen Person, multipliziert mit KI.

Bei YCombinator bestehen 25% der Startups des aktuellen Jahrgangs zu 95% aus generiertem Code. Solo-Gründer werden innerhalb von sechs Monaten profitabel. Ein "funktionierendes Produkt" ist nichts mehr wert – man kann es an einem Wochenende für ein paar Tassen Kaffee zusammenbauen. Vor diesem Hintergrund ist die Gesamtbewertung der Plattformen für diese Aktivität (Cursor, Lovable, Replit) allein im letzten Jahr auf über 36 Milliarden Dollar gestiegen.

Die Unternehmen haben kapiert, dass sie keine riesigen Entwicklergaleeren und Armeen von Scrum-Mastern mehr brauchen, damit diese Galeeren irgendwie in eine Richtung rudern. Sie brauchen eine Person mit Produktdenken, die mit KI-Tools die Aufgaben einer ganzen Abteilung von vor fünf Jahren erledigt.

Das heißt, Programmierer werden fast nicht mehr gebraucht? 😲
Aber weit gefehlt.

Im selben Artikel gibt es eine großartige Zahl von Veracode: KI erzeugt 9-mal mehr Schwachstellen als ein menschlicher Entwickler. Durchgesickerte Schlüssel, löchrige Authentifizierung, kindische Fehler in der Architektur. KI versteht den Sicherheitskontext nicht, sie führt einfach fröhlich den Befehl aus.

So ergibt sich folgendes Bild: Unternehmen kürzen Kosten, werfen parasitäre Manager und mittelmäßige Coder raus. Einzelkämpfer basteln in Lichtgeschwindigkeit MVPs aus Mist und Stöcken. Und die verbleibenden Hardcore-Ingenieure müssen das alles ausbaden.

Na ja, zumindest wird es weniger bescheuerte Meetings und Abstimmungen geben, das ist schon gut. 🤷‍♂️