Das erklärt übrigens perfekt, warum ich gestern den Beitrag verpasst habe, obwohl ich diese Woche jeden Tag schreiben wollte.

Genau nach der Lektüre von Deep Work habe ich beschlossen, früher aufzustehen – gegen 6:30 Uhr (Eulen, entschuldigt den Herzinfarkt), um in Ruhe eine Stunde an meinen Projekten zu arbeiten, während die Außenwelt noch schläft.

Dabei checke ich morgens bewusst weder Telegram noch E-Mails, lese keine Nachrichten und schaue nicht auf Arbeitsaufgaben. Kurz gesagt, ich versuche bewusst, meinen Kopf nicht mit unnötigem Lärm zu belasten.

Normalerweise konsumiere ich die erste halbe Stunde Inhalte, zum Beispiel lese ich ein Buch. Und die andere halbe Stunde erstelle ich sie. Zum Beispiel schreibe ich einen Beitrag. Am Montag und Dienstag war es genau so. Das ist auch an den Veröffentlichungszeiten der letzten Beiträge zu erkennen – 09:07 und 08:35.

Gestern Morgen musste ich jedoch noch zum Boxtraining. Und es kam so, dass ich 15 Minuten später aufstand und merkte, dass ich vergessen hatte, meine Sachen am Vorabend zu packen. Kurzum, ich verzettelte mich, und für das besagte deep work blieb keine Zeit.

„Okay, kein Problem, der ganze Tag liegt vor mir“, dachte ich und machte mich beruhigt auf den Weg zum Training. Ich dachte, ich komme nach Hause und schreibe den Beitrag. Oder setze mich an die Arbeit und schreibe ihn nach dem Mittagessen. Oder setze mich abends nach der Arbeit hin und schreibe ihn.

Wie ihr euch denken könnt, der Plan hat nicht funktioniert. Und das alles, weil ich gestern statt auf die Routine auf meine Willenskraft vertraute, die mich dann im Stich ließ.